Zweisprachige Lerngruppe der Burgwaldschule besuchte die Firma Hettich

Mit Englisch fit im Beruf

Präsentation auf Englisch: Britta Trompeter (Mitte) von der Firma Hettich gab den Burgwaldschülern mit ihrem Lehrer Wilfried Ernst (rechts) in englischer Sprache einen Überblick über die Produktpalette des Unternehmens. Foto: nh

Frankenberg. Die Sprache Englisch gehört für einige hiesige Unternehmen zum Arbeitsalltag. Bei der Firma Hettich, dem größten Industriebetrieb der Stadt Frankenberg, sind Fremdsprachenkenntnisse zum Teil Voraussetzung für Arbeitnehmer. Das hat jetzt eine „Bili“-Lerngruppe des zehnten Schuljahres der Burgwaldschule beim Besuch im Druck- und Spritzgusswerk Hettich erfahren.

Mit dem Kürzel „Bili“ werden Lerngruppen bezeichnet, die am bilingualen, also zweisprachigen Unterricht in einem Fach teilnehmen. Die Schüler lernen sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch. Der Anteil der Fremdsprache nimmt dabei jeweils von einem zum nächsten Schuljahr zu.

Britta Trompeter vom Personalmanagement der Firma Hettich informierte die Realschüler über das Unternehmen – in englischer Sprache. Sie betreute die jungen Gäste von der Burgwaldschule mit ihrem Lehrer Wilfried Ernst. Trompeter gab den Schülern in einer Powerpoint-Präsentation zunächst einen Überblick über die Produktpalette der international tätigen Firma. Die Schüler erfuhren, dass die Arbeit in zahlreichen Unternehmensbereichen fremdsprachliche Kenntnisse erfordert.

Die Burgwaldschule sei eine der ersten hessischen Schulen, die ihren Schülern zweisprachigen deutsch-englischen Unterricht anbietet. In ganz Hessen gebe es nur 26 Realschulen und Realschulzweige, die ihren Schülern diese Zusatzqualifikation ermöglicht. Dies komme nicht nur bei den Schülern gut an, berichtete Wilfried Ernst. Auch bei Arbeitgebern finde das Teilnahme-Zertifikat zunehmend Beachtung.

Die fachliche Leistung zählt

Für eine am bilingualen Unterricht teilnehmende Schülergruppe gelten die Lehrpläne der einzelnen Fächer. Nicht die sprachlichen Fähigkeiten, sondern die Leistungen im jeweiligen Fach werden bewertet. An der Burgwaldschule wird „Bili“ in den Fächern Geschichte, Erdkunde sowie in Politik und Wirtschaft angeboten.

Die Fremdsprache sei dabei Kommunikationsmittel, nicht Unterrichtsgegenstand. „Es geht nicht um mehr Grammatik oder mehr Literatur, sondern um mehr Sicherheit und weniger Hemmungen bei der Benutzung der Fremdsprache im Beruf und im Alltag“, erläuterte Englisch- und Politiklehrer Wilfried Ernst.

Beim abschließenden Informationsgespräch mit Britta Trompeter konnten die Burgwaldschüler ihre Sprachkenntnisse gleich praktisch anwenden. Die Firma Hettich arbeitet mit der Realschule schon länger partnerschaftlich zusammen. (nh)

Quelle: HNA

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