Orchester der Edertalschule führt Oper auf

Erfrischend, fröhlich, mitreißend

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Ein seltenes Erlebnis: Anlässlich der Oper „Hänsel und Gretel“ wurde der Orchestergraben in der Frankenberger Kulturhalle geöffnet. Das Jugendsymphonieorchester der Edertalschule begleitete die Darsteller musikalisch.Fotos: Dorothea Wagener

Frankenberg - Junge Musiker im Orchestergraben, Opernsänger auf der Bühne darüber: Fast tausend begeisterte Kinder und Erwachsene. Das klingt wie ganz großes Kino. Ist aber in Wirklichkeit die Oper "Hänsel und Gretel" des deutschen Komponisten Engelbert Humperdinck in der Kulturhalle am Mittwoch - aufgeführt vom Jugendsinfonieorchester und der "Kleinen Oper Bad Homburg".

Zuschauer jeden Alters begeistern sich seit mehr als 100 Jahren für die Oper „Hänsel und Gretel“ - gehört sie doch schon fast obligatorisch zur Weihnachtszeit. In der Edertalschule hat das Jugendsinfonieorchester seit September an dem Stück gearbeitet und schließlich die Grundschulen im Frankenberger Land angesprochen. „Zwei Mal volles Haus“ war das Echo, denn mit der „Kleinen Oper Bad Homburg“ gastierte eine professionelle Bühne in der Kulturhalle. Sie hat sich mit Bearbeitungen großer Opernklassiker europaweit einen Namen gemacht und begeisterte auch die Kinder im Frankenberger Land.

Ihr musikalischer Partner war das Jugendsinfonieorchester der Edertalschule, diesmal unter der Leitung von Martin J. Fischer im selten geöffneten Orchestergraben, in den nur etwa 45 Musiker hineinpassen. Spielerisch wuchsen die jungen Musiker aus sich heraus und mehr noch: Für die Profis aus Bad Homburg war es ebenso eine Premiere, wurden sie doch bei Hänsel und Gretel zum ersten Mal von einem Schulorchester begleitet was sie mit großer Anerkennung honorierten.

Die Handlung orientierte sich am Märchen der Brüder Grimm. Die Frankenberger Fassung kam jedoch weitgehend ohne den moralischen Zeigefinger des Originals aus. Statt dessen war der Mittelteil der Oper stark gekürzt und mit einem Pianisten in der Erzähler-Rolle auf der Bühne versehen. Die 70-Minuten-Fassung wurde durch moderne Raps musikalisch „upgedatet“. Dies kam beim jungen Publikum glänzend an.

Von Dorothea Wagener

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