Frankenberg

Erhalt der Kaserne - Bericht vorgelegt

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- Frankenberg (r). Einen Rechenschaftsbericht über ihre Bemühungen um den Erhalt der Frankenberger Burgwaldkaserne haben Bürgermeister Christian Engelhardt, Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg und Bundestagsabgeordneter Bernd Siebert (alle CDU) vorgelegt.

Bundesverteidigungsminister de Maizière will am kommenden Mittwoch verkünden, welche Bundeswehrstandorte geschlossen werden. Mit Spannung blicken auch Bundestagsabgeordneter Bernd Siebert, Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg und Bürgermeister Christian Engelhardt der Entscheidung zur Zukunft der Burgwaldkaserne entgegen. Denn hinter den Kulissen haben sich die drei CDU-Politiker für den Erhalt des Standorts eingesetzt, berichtete der Rathauschef. Über alle Ebenen der Politik hätten sie für Frankenberg geworben, bis hin zum Ministerpräsidenten und dem Bundesverteidigungsminister.Er, Engelhardt, habe sogar die hessischen Mitglieder des Bundesverteidigungsausschusses zu Gesprächen nach Frankenberg eingeladen. Die Fraktionsvorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung seien über die Bemühungen des Bürgermeisters informiert gewesen und hätten ihrerseits auf Parteiebene für den Erhalt des Standorts geworben.

Engelhardt stellte auch in den Gesprächen mit den Entscheidungsträgern die Abhängigkeit der Stadt heraus. Mit knapp 1100 stationierten Soldaten und Zivilbediensteten ist die Bundeswehr der größte Arbeitgeber in Frankenberg: „Der Verlust des Bundeswehrstandortes würde sich auf den Handel, das Dienstleistungsgewerbe, den Immobilienmarkt sowie das gesamte gesellschaftliche Leben auswirken. Ein Grund mehr, weswegen wir die Frankenberger in ihren Bemühungen um den Standort unterstützen“, betonte Ravensburg. Sie erläuterte, dass sie und Engelhardt bereits im Sommer ihrem Parteifreund Siebert „ein neues, sehr wichtiges Argument für Frankenberg mit auf den Weg nach Berlin gegeben“ hätten.

Es habe sich bereits wenige Wochen nach der Aussetzung der Wehrpflicht gezeigt, „dass Standorte wie Frankenberg, die im ländlichen Raum liegen, sehr viel besser geeignet sind bei der Anwerbung Freiwilliger für die Bundeswehr, als dies im städtischen Bereich der Fall ist.“Engelhardt verwies zudem auf die regionale Wirtschafts- und Arbeitsmarktsituation. Die Bundeswehr biete im technischen Bereich hoch qualifizierte Arbeitsplätze, die ohne fundierte Ausbildung nicht so einfach besetzt werden könnten.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Samstag, 22. Oktober

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