Burgwald

Erinnerungen an Köhler im Kellerwald

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- Haina-Dodenhausen (ug). Bei einer Führung ins Grubenfeld anlässlich der Köhlerwoche in Dodenhausen berichtete der ehemalige Förster vom früheren Erzabbau und von der Köhlerei.

Rauchschwaden liegen über dem alten Steinbruch im Kummerwald, wo am Freitag ein Kohlenmeiler angezündet wurde. Je nach Windrichtung ist bis ins Dorf zu riechen, dass er brennt. Mit dem Anzünden begann am Donnerstagnachmittag die Köhlerwoche in Dodenhausen (FZ berichtete). Auf einer großen Bilderwand können sich Besucher über den Aufbau des Meilers informieren. Am Sonntagmittag hatte Förster a.D. Werner Otto zu einer Führung ins Grubenfeld des ehemaligen Bergbaus eingeladen. Vorher zeigte er den Teilnehmern, wie weit der Verkohlungsprozess schon fortgeschritten ist: Immer wieder steckte er einen Stock in den rauchenden Meiler. Anhand der Farbe des austretenden Rauchs konnte er erkennen, wo schon Kohle war und wo noch Holz.

Otto erläuterte die Geschichte des Bergbaus im Kellerwald, dessen Spuren noch zu finden sind. Auf der Wanderung zeigte er einige alte Abraum­halten und Reste des Tagebaus, die heute im Wald versteckt liegen und für ungeübte Augen kaum erkennbar sind. Aber auch Besonderheiten des Waldes und die Entstehung des Kellerwaldes erläuterte der ehemalige Förster. So zeigte er beispielsweise einen Diabas, einen 350 Millionen Jahre alten Vulkanstein mit deutlich sichtbaren Gaslöchern.

Wer Interesse hat, kann in dieser Woche dem Meiler einen Besuch abstatten. Der Weg zum Kummerwald ist ausgeschildert. Am Samstag steht dann die „Kohlenernte“ an.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Dienstag, 24. Mai

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