„Frankenberger Heimatkalender 2014“ ist diesmal vier Wochen früher erschienen

Erntefreuden, Kriegsschicksale, Wetterkapriolen

+
„Herbstzeit ist Erntezeit“: Werner Ebert berichtet im neuen Heimatkalender über Russlanddeutsche Neubürgerinnen, die stolz sind auf ihre Ernte im Frankenberger „Futterhof“. Foto: Ebert

Frankenberg - Die neue Ausgabe bietet wissenswerten Lesestoff aus dem Frankenberger Land auf 176 Seiten.

Vier Wochen früher als in den zurückliegenden Jahren ist der aktuelle Frankenberger Heimatkalender erscheinen. Der lokale Bestseller ist ein Geschenk für jeden Anlass - er bietet auf 176 Seiten wie seit 32 Jahren interessanten Lesestoff aus der Heimatgeschichte sowie aktuelle Informationen, beides reich illustriert. Mit den wichtigen Daten und Adressen aus der Region ist er ein wertvolles Nachschlagewerk für die ganze Familie, es liefert Wissenswertes aus heimischen Städten, Dörfern und Vereinen. Insgesamt ein unverzichtbarer Schatz für alle, die ihre Heimat lieben. Hier eine kurze Inhaltsübersicht:

„Üppiger Gartenbau“ - Werner Ebert besuchte russlanddeutsche Neubürger im Frankenberger Gartengelände „Futterhof“ und berichtet über ihre überaus erfolgreiche Arbeit. „Auch so ist Integration möglich“, lautet sein Fazit. Dabei schildert Ebert auch die Historie dieses Gartengebiets, garniert mit historischen Fotos.

„Hartnäckiger Winter 2012/13“ - Gerhard Kalden zeichnet anhand eindrucksvoller Fotos und klimatischer Fakten ein Bild dieser zunächst erstaunlich warmen und dann frostigen Jahreszeit: Die Osterfeiertage 2013 waren kälter als die Weihnachtsfeiertage 2012.

„Am Vorabend des Ersten Weltkriegs“ - Armin Sieburg berichtet über die damalige Situation im Frankenberger Land und zitiert Landrat Wilhelm Stapenhorst, der am 1. August 1914 ein Alkoholverbot erließ. In den Kirchen fanden erhebende Gottesdienste statt.

„Die Welt aus den Fugen“ - Walter Sellmann fand den Brief eines Rennertehäuser Soldaten, der mutig und offen gegen die Brutalität und das Morden im Ersten Weltkrieg wetterte. Der Kanonier Konrad Hill nahm kein Blatt vor den Mund.

„Wohin mit altem Krempel?“ - Karl-Heinz Hartmann berichtet von „Überraschungsfunden“ bei Nachlässen und Haushaltsauflösungen sowie auf alten Dachböden. Oftmals wird Wertvolles und Unwiederbringliches leichtfertig vernichtet.

„Glücklich in Viermünden“ - Karl-Hermann Völker veröffentlicht Erinnerungen des schmucken gebürtigen Sachsenberger Oberförsters Wilhelm Böhle und seiner anmutigen Frau Margarethe, die im „Schloss“ genannten, altehrwürdigen Gutshof des Dorfes gewohnt haben.

„750 Jahre Schmittlotheim“ - Walter Zarges stellt die Ursprünge seines Heimatdorfes vor und berichtet dabei auch über die Jubiläumsurkunde vom 13. März 1264. Vom 1. bis 3. August 2014 wird das Jubiläumsfest gebührend gefeiert.

„Ein Segen für das Vaterland“ - Dr. Karl Schilling erinnert an den Bau der Edertalsperre vor 100 Jahren - im August 1914 sollte sie eingeweiht werden, der Krieg kam dazwischen. Ausführlich wird auch über die Zerstörung der Sperrmauer im Kriegsjahr 1943 berichtet.

„Waschbären - ein Problemfall“ - Gerhard Kalden berichtet über Waschbären. Vor 80 Jahren wurden die ersten beiden Pärchen in der Försterei Asel ausgesetzt. Der Pelztierzüchter Haag hatte die aus Nordamerika stammenden Tiere kostenlos zur Verfügung gestellt.

„Professor Pfifferling“ - Fritz Neuschäfer stellt Kurt Morsbach vor, der vielen Frankenbergern als Sonderling galt. Der vielseitig begabte Biologielehrer und Privatgelehrte „strandete“ 1945 nach Kriegsende in Frankenberg und galt unter anderem als „Herr der Pilze“.

„Pfarrer als Dieb beschimpft“ - Dr. Ulrich Stöhr deckt einen Fall von Beleidigung auf: In Rosenthal gab es im 17. Jahrhundert heftige unchristliche Turbulenzen unter den Christen. Ein spannender Blick ins Dekanatsarchiv.

In Sachen Sport berichtet Dirk Schäfer diesmal ausführlich aus der ereignisreichen, spannenden Geschichte des TSV Battenberg: Auf dem Weg nach vorn in alten Zeiten, als Oberligafußball im oberen Edertal gespielt wurde. Mit zahlreichen Fotos.

Von Jahr zu Jahr - Horst Giebel hält in seiner 30seitigen Chronik Rückschau auf die Zeit vom Juli 2012 bis einschließlich Juni 2013. Alle herausragenden Ereignisse dieses Zeitraums kommen noch einmal - reich illustriert - zur Sprache.

Außerdem gibt es das übersichtliche Kalendarium, die Terminübersicht über Feste und Märkte, den neuen Hundertjährigen Kalender und nicht zu vergessen das aktualisierte Verzeichnis der Behörden und Organisationen sowie der Großgemeinden in Waldeck-Frankenberg - für viele ein nützliches Nachschlagewerk.(r)

Der Frankenberger Heimatkalender 2014 ist im Korbacher Verlag Wilhelm Bing erschienen, Redaktion: Horst Giebel. Der Band ist zu haben im Buchhandel, bei den Zeitungsträgern sowie in der Geschäftsstelle der Frankenberger Zeitung in der Frankenberger Jahnstraße 18. Preis: 6.80 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare