Erntetag in Schiffelbach: So war's zu Großmutters Zeiten

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Schiffelbacher Frauen stärken sich von der Erntearbeit mit Kaffee und Gebäck.

Schiffelbach. Getreideernte wie früher, das zeigte der Heimatverein Schiffelbach am Sonntag bei einem historischen Erntetag. Mehrere hundert Besucher sahen zu, wie die Männer mit Sichel oder Sense den Roggen mähten, wie der Grasmäher über das Getreidefeld surrte und ein alter Binder zum Einsatz kam.

Drei Epochen der Getreideernte wurden am Waldrand der Gemarkung Schiffelbach gezeigt. Der Schiffelbacher Friedhelm Schreiber war es, der mit der Sense den Roggen schnitt, bevor die Frauen ihm folgten und das Getreide zu Garben banden. So, wie es bis zum Beginn der 1930er-Jahre noch gemacht wurde. Der Grasmäher, der die Sense dann in den 1940er-Jahren ersetzte, wurde von dem Oldtimer-Verein aus Waltersbrück mit Michael Martin an der Spitze, gefahren.

Erntetag in Schiffelbach

„In den 1950er Jahren kam dann der Binder auf den Markt. Eine echte Erleichterung für die Bauern,“ erzählte Martin weiter. Insbesondere für die Frauen, die das Binden der Garben damit an die Maschine abgegeben hatten. Aber das „Hicheln“, das Aufstellen der Garben, war weiterhin ihre Aufgabe. Erst zu Beginn der 1960er-Jahre kam die große Arbeitserleichterung durch die ersten Mähdrescher in der Landwirtschaft.(zoh)

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Quelle: HNA

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