Vermarktung des Premiumwanderwegs Ederhöhenpfad bewilligt

In der ersten Liga der Wanderregionen

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von links die Touristiker Rainer Paulus, Silvia Fries, Claus Günther, Stefan Schulte und Armin Feulner, die Bürgermeister Heinfried Horsel, Claus Junghenn, Rüdiger Heß sowie die Wegepaten Günther Rohde und Karl Spies. Foto: Andrea Pauly

Frankenberg - Vom Burgwald zum Edersee, vom Oberen Edertal bis zum Nationalpark, vom Lahn-Dill-Land bis zum Habichtswald – all diese Wanderregionen werden durch den Ederhöhenpfad miteinander verbunden. Damit besteht ein Wegenetz, das vorbildlich für ganz Deutschland ist.

Die Wanderkarte im Maßstab 1:50?000 ist schon in Arbeit: Mit der Vermarktung des Ederhöhenpfades als Premiumwanderweg kann nun begonnen werden. Der dritte und damit letzte Förderbescheid liegt vor. Die Kosten in Höhe von 157.000 Euro werden zur Hälfte aus EU-Fördermitteln finanziert. Darin enthalten sind die Erstellung der neuen Wanderkarte und von Werbematerial sowie die geplante Eröffnungswanderung im nächsten Jahr.

„Damit ist das Qualitätswegenetz fertiggestellt“, freute sich Regionalmanager Stefan Schulte (Region Burgwald-Ederbergland) bei einem Treffen der beteiligten Institutionen am Dienstag in Frankenberg. Mit dem Ederhöhenpfad sei „das touristische Rückgrat“ nun vollständig. „Das sind Investitionen, die sich auszahlen“, betonte Schulte: Die Reaktionen von Wanderern auf die ausgezeichneten Wege seien sehr positiv.

Mit insgesamt 17 Premium-Wanderwegen im Ederbergland und im Burgwald und Urwaldsteig, Kellerwaldsteig, Uplandsteig, Diemelsteig und Ederhöhenpfad sei die Region im Vergleich zum Rest von Hessen „sehr gut aufgestellt“, sagte Silvia Fries, Geschäftsführerin der Ederbergland-Touristik (Frankenberg). Armin Feulner (Region Burgwald-Ederbergland) formulierte es so: „Wir spielen in der ersten Bundesliga, was das Wandern betrifft“. Silvia Fries dankte besonders den ehrenamtlichen Wegepaten und den Wandervereinen, die bei der Auswahl der Strecken und der Markierung geholfen hatten und die einzelnen Abschnitte pflegen. „Ohne die Hilfe der Wegepaten wäre das alles nicht möglich gewesen“, betonte Silvia Fries. Einer der Wegepaten ist Karl Spies. Er berichtete von Wanderern aus Berlin, Nürnberg, Stuttgart und dem Westerwald, die in der Region unterwegs sind. Er regte an, genauere Zählungen anzustreben, um zu ermitteln, wie viele Wanderer tatsächlich auf den heimischen Routen unterwegs sind.

Battenbergs Bürgermeister Heinfried Horsel erinnerte daran, dass die Wanderwege nicht nur für Touristen, sondern auch für die Menschen aus der Region wichtig seien. Horsel verwies dabei auch auf den Ederradweg, der kurz vor der Fertigstellung steht: „Wenn wir das toll vermarkten, ist es ein echter Gewinn“.

Rainer Paulus bezeichnete den Ederhöhenpfad als einen „hervorragenden Lückenschluss“ zwischen den bestehenden Wanderwegen und Tourismusregionen. Nun gelte es, den erreichten Standard zu halten. Denn auch die Nachzertifizierungen kosten viel Geld. Er dankte für die gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten. Eingebunden waren die Burgwald-, Edersee- und die Ederbergland-Touristik, Touristik Service Waldeck-Ederbergland sowie die Kommunen Hatzfeld, Battenberg, Allendorf, Burgwald, Frankenberg und Vöhl. Auch der Nationalpark und der Naturpark Kellerwald-Edersee und die Region Kellerwald-Edersee waren an der Planung und Entwicklung beteiligt.

Von Andrea Pauly

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