Bodo Bach in Frankenberg

"Esoterisches Dixiklo" und Sexualität

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Frankenberg - "Und... wie war ich?" - diese Frage von Bodo Bach hat das Publikum am Freitag mit begeistertem Applaus und Jubelrufen beantwortet. Das war seine Belohnung für mehr als zwei Stunden frecher Sprüche frei nach hessischer Schnauze.

Gar nicht ungeschickt eröffnete Bodo Bach den Abend in der Ederberglandhalle: Bevor er sich auf der Bühne sehen ließ, lief auf einer Leinwand ein Film mit lustigen Videoclips. Das Publikum wärmte die Lachmuskeln schon mal auf mit Kurzfilmen über Tank-Unfälle, Auto-Pannen und Fußgänger, die im Teer stecken blieben. „Es gibt Publikümer, die lache bei den Filme net“, sagte der Offenbacher zur Begrüßung. „Da sitze ich um die Zeit längst wieder im Auto.“ Ein Test also, den die Frankenberger mit Bravour bestanden hatten. Und auch die nächsten Stunden erfüllen sie die Ederberglandhalle immer wieder mit Lachsalven im Sekundentakt.

Gleich zu Beginn erzählte Bodo Bach, dass er Frankenberg kennt, weil er schon mal bei „so einer Firma“ gewesen sei. Die stelle Fertighäuser her. „Gibts die eigentlich noch?“, fragte er ins Publikum und erlaubte den 320 Gästen gleich darauf, ruhig laut zu lachen: „Das gibt mir das Gefühl, dass es einen Sinn hatte, dass ich mein Studium abgebrochen hab“.

50 Jahre und 63 Monate ist Bodo Bach jetzt alt. Das verriet er dem Publikum gleich zu Beginn. Denn sein Programm dreht sich nicht um Sex, wie der Titel „Und... wie war ich?“ vermuten lässt - also auch, aber nicht nur - sondern vor allem um die letzten 55 Jahre in Bodo Bachs Leben. Ein bisschen überspitzt vielleicht, aber doch habe er alles erlebt, was er seinem Publikum in seinem wohl persönlichsten Programm so auftischt.

„Was will der dicke alte Mann von mir?!“ - das dachte nach Bodo Bachs Meinung mit Sicherheit der zehnjährige Junge in der ersten Reihe, als der Offenbacher von Zeitumstellung, alten Fernsehserien und den Kastelruther Spatzen erzählte. Aber auch sein Gewicht thematisierte Bodo: „Wenn die Gerda unten liegt, dann hat sie Platzangst. Wenn sie oben liegt bekommt sie Höhenangst“, erklärte er dem Publikum.

Es gab kaum ein Thema, dessen sich der Offenbacher nicht annahm. Und mit jedem Satz brachte er sein Publikum zum Lachen. Neben Gerda, seinem Sohn Rüdiger und vielen anderen Erlebnissen kam Bodo Bach auch auf ernste Themen zu sprechen. In seiner Zugabe brachte er das Publikum schließlich sogar über Tod und Krankheit zum Lachen, bevor die 320 Besucher den Komiker aus Offenbach mit begeistertem Applaus entließen.

Am 8. März tritt Bodo Bach in der Festhalle Schwalmstadt/ Treysa auf. Karten gibt es in der Geschäftsstelle der Frankenberger Zeitung.

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