Esstheater mit „Schlauberger“ Reinhard Berger in Burgberghalle

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Präsentation: Reinhard Berger alias Schlauberger stellte sein Buch „Klugscheißereien“ in Battenberg vor; hier mit Besucherin Else Mohr. 120 Besucher verfolgten die Satireschau vom „Schlauberger“ in der Burgberghalle.

Battenberg. Genuss für alle Sinne gab es beim Esstheater des Arbeitskreises Burgberghalle in Battenberg.

Denn neben dem leckeren Menü aus dem Restaurant Burgwald-Stuben lockte die 120 Besucher auch die Satireschau vom „Schlauberger“ Reinhard Berger, der damit sein neues Buch „Klugscheißereien“ vorstellte.

 Nach Partybrötchen mit Kräuterquark und Schmalz zum Appetit-Anregen ging es los: Berger hielt sich nicht mit langen Vorreden auf, sondern kam gleich zu einem seiner Lieblingsthemen, nämlich Hinweisschildern jedweder Art, deren Verfasser mit den Feinheiten der deutschen Sprache nicht so recht vertraut scheinen.

„Notausgang nur im Notfall benutzen. Feierabend ist kein Notfall“, hieß zum Beispiel eine Nachricht oder auch „Widerlich hingestellte Fahrzeuge werden verschrottet.“ Selbst Edmund Stoiber habe erkannt: „Wir müssen den Kindern mehr Deutsch lernen.“

Gerne befasst sich der Schlauberger mit der Gleichstellung der Geschlechter auch im verbalen Bereich. Dass dabei Wort-Ungetüme wie „Lainnen und Laien“ und sogar „Menschinnen“ entstehen, lässt er sich genüsslich auf der Zunge zergehen.

Variationen vom Lachs – gebeizt, in der Terrine oder als Mousse – kitzelten die Gourmetgaumen, dann schwenkte Berger zu einem weiteren schier unerschöpflichen Thema über: den Fußballern und ihren Spielanalysen, die eine quasi philosophische Ausbildung verlangten. „Ich denke nicht vor dem Tor. Das mache ich nie“, sprach etwa Lukas Podolski, und Christoph Daum steuerte den hübschen Satz „Wenn der Kopf richtig funktioniert, ist er das dritte Bein“ bei. (zmm)

Was „Schlauberger“ Reinhard Berger über Versprecher im Rundfunk, literarische Ergüsse aus Amtsstuben und die liebe Rechtschreibung sagte, lesen Sie in der gedruckten Dienstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

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