Europameister war zu Gast beim TSV

Ein Weltstar im Training: Timo Boll spielte mit Frankenbergern Tischtennis

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Timo Boll (links) trainierte beim TSV Frankenberg, hier mit Timo Scheidtweiler.

Frankenberg. Ein Tischtennis-Weltstar in Frankenberg: Timo Boll besuchte am Montagabend das Training des TSV Frankenberg.  

Der ehemalige Weltranglistenerste nahm sich Zeit für die gut 50 Tischtennisspieler und Fans, gab Autogramme, spielte einige Ballwechsel und gab Tipps. „Fast in der alten Heimat“, sagte Timo Boll bei seiner Ankunft in der Frankenberger Ortenberghalle. Früher spielte der gebürtige Erbacher gar nicht weit entfernt von Frankenberg in der Bundesliga – beim TTV Gönnern in der Gemeinde Angelburg im Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Tischtennis-Spieler Boll fühlt sich in Region wohl

„Im Hotel Sonne in Frankenberg habe ich auch schon öfters Urlaub gemacht, ich bin sehr gerne hier, ich fühle mich in der Region sehr wohl“, erzählte Boll, der derzeit bei Borussia Düsseldorf spielt.

Bei seinem anderthalbstündigen Trainingsauftritt in Frankenberg wurde jeder Ballwechsel des Weltranglistenfünften mit Smartphones fotografiert und gefilmt. Dabei präsentierte sich der Profi, wie man ihn aus dem Fernsehen kennt: freundlich und bescheiden, aber auch ein wenig verschmitzt. Das „du“ unter den Sportlern war selbstverständlich.

Den 50 Besuchern in der Halle beantwortete Boll geduldig Fragen, spielten mit einigen Aktiven ein paar Ballwechsel an der Platte, übte mit ihnen Aufschläge, schrieb Autogramme und ließ sich für Erinnerungsfotos ablichten. Nicht nur Frankenberger Tischtennisfans waren in der Halle – etliche kamen auch vom TTC Kellerwald, vom TTC Ederbergland und aus Marburg. Der Hype um Timo Boll war groß.Und der Weltstar hatte selbst auch seinen Spaß. „Der Abend in Frankenberg hat mir viel Freude gemacht, das war für mich sehr entspannend“, sagte er hinterher.

Boll beim "Europe Top 16"-Turnier

Für den Besuch des berühmten Gastspielers hatte sich die Tischtennis-Abteilung des TSV Frankenberg ein kleines Programm ausgedacht: Erst musste Boll einige humorvollen Fragen aus der Welt des Sports beantworten – beispielsweise wieviele Tage der junge Japaner Tomokazu Harimoto – die Nummer 3 der Weltrangliste – jünger ist als er (Antwort: 8641 Tage).

Dann musste der siebenfache und aktuelle Europameister sogar ein Spiel im Rollstuhl austragen: Bolls Gegner war der Sehlener Rollstuhlfahrer Michael Siegfried, der für den TTC Kellerwald in der Kreisliga und den RSC Frankfurt in der Rollstuhlbundesliga spielt. Unter dem Beifall des Publikums lieferten sich die beiden tolle Ballwechsel – Siegfried gewann mit 11:7. „Ein Spiel im Rollstuhl habe ich noch nie gemacht“, gab Boll zu.

Timo Boll (links) spielte gegen Michael Siegfried einen Satz im Rollstuhl.

Schon am Montagabend reiste Boll weiter in Richtung Süden. Im schweizerischen Montreux spielt er am Wochenende das Turnier „Europe Top 16“. 

Kontakt durch Finger-Haus

Timo Boll war auf Einladung des Fertighausherstellers Finger-Haus zu Gast in Frankenberg. Dort referierte er vor den Vertriebsmitarbeitern über das Thema Erfolg. „Vertrieb und Erfolg gehören zusammen, wer kann das besser beleuchten als Timo Boll“, sagte Finger-Haus-Geschäftsführer Dr. Mathias Schäfer, der selbst Tischtennis spielt – früher beim TSV Frankenberg, jetzt in Marburg-Ockershausen in der Bezirksoberliga. 

Für Boll war sogar eigens eine Tischtennisplatte ins Unternehmen gebracht worden, dort durften sich die Vetriebsexperten mit dem amtierenden Europameister auch einmal bei einigen Ballwechseln messen. Mathias Schäfer hatte auch das Gastspiel von Boll am Montagabend beim TSV Frankenberg in die Wege geleitet. „Das ist eine Riesenfreude für uns“, sagte Abteilungsleiter Wolfgang Pez.

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