Heimische Landjugendgruppen haben im italienischen Bozen viel erlebt – 2011 in Tartu in Estland

Europeade: Viel getanzt, wenig geschlafen

Landjugendgruppe Haubern: Mit vielen neuen Eindrücken kehrten auch die Tänzer aus Haubern aus Südtirol in die Heimat zurück.

Bozen. Mit vielen tollen Eindrücken, neuen Freundschaften und wenig Schlaf sind die heimischen Gruppen am Montagmorgen von der Europeade aus Bozen zurückgekehrt. Die Volkstänzer aus Haubern und Geismar und die Musiker aus Dodenau hatten Europas größtes Folklore-Festival am späten Sonntagabend nach der großen Abschlussveranstaltung verlassen und sich auf die etwa zehnstündige Heimreise gemacht.

„Es war wieder mal schön“, sagte Carolin Schmidtmann, die Vorsitzende der Landjugend Haubern, nach der Rückkehr aus Südtirol. Die Hauberner haben seit 1987 nur zwei Europeaden verpasst und waren auch diesmal wieder mit 30 Tänzern, zwei Akkordeonspielern und zwei Gasttänzern aus Laisa dabei.

Musik zwischen Tänzen

Elena Scholl, Tanzleiterin der Landjugend Geismar, fand allerdings, dass die Stimmung bei dem Festival nicht so gut gewesen sei, wie in den vergangenen Jahren. Trotzdem habe es den Geismarern wieder viel Spaß gemacht.

Die 22 Tänzer aus Geismar wurden wieder von der Feuerwehrkapelle aus Dodenau begleitet, die mit ihren 16 Musikern auch zwischen den Tänzen für Unterhaltung sorgte. Gemeinsam waren die heimischen Gruppen bei der Abschlussveranstaltung am Sonntagabend in der Eiswelle aufgetreten, dem Sportzentrum von Bozen. An den vier Tagen standen weitere Auftritte in der Stadt auf dem Programm. „Die Auftritte haben alle gut geklappt“, berichtete Carolin Schmidtmann. Zwischendurch blieb Zeit für kleine Ausflüge auf einen Berg und zu einem Badesee.

Insgesamt nahmen etwa 5000 Jugendliche aus 203 Gruppen aus ganz Europa an dem Folklore-Festival teil. 24 Gruppen kamen aus Deutschland, darunter waren neben den Tänzern und Musikern aus dem Frankenberger Land auch die Schwälmer Trachtengruppen aus Loshausen und Schrecksbach und das Blasorchester Schwalmstadt.

Idee der Europeade ist das Zusammenkommen der verschiedenen Kulturen Europas unter dem Motto „Einheit in Verschiedenheit“. Die Gruppen der Europeade tanzen und musizieren deshalb nicht nur für das Publikum, sie tauschen sich auch untereinander aus, lernen sich kennen, feiern zusammen und freuen sich, sich im nächsten Jahr wiederzusehen. „Wir haben zum Beispiel die Iren wiedergetroffen, die 2008 auf unserem Fest in Geismar waren“, berichtete Elena Scholl.

47. Europeade

Bozen war zum ersten Mal Gastgeber der Europeade, die seit der Premiere 1964 in Antwerpen zum 47. Mal stattfand. Hessen war zwei Mal Austragungsort: 1980 in Schwalmstadt und 1994 in Frankenberg. Präsident des Deutschen Europeade-Komitees ist der frühere Frankenberger Bürgermeister Rüdiger Heß.

Im Jahr 2011 wird das Folklore-Festival vom 20. bis 24. Juli in Tartu in Estland stattfinden. Dann sicher wieder mit Tänzern und Musikern aus dem ganzen Frankenberger Land. (zpd)

Quelle: HNA

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