Battenberg

EWF: Stützpunkt kommt nächstes Jahr

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- Battenberg (da). Die Stadt Battenberg schließt 20 Jahre geltenden Konzessionsvertrag mit Energie Waldeck-Frankenberg ab. Etwa drei bis fünf Arbeitsplätze entstehen in Battenberg: Die EWF will ab dem nächsten Jahr von der Bergstadt aus ihre Kunden im oberen Edertal betreuen.

In den Kommunen enden zum Jahresende die Konzessionsverträge, mit denen die Stromleitungen an die Energieversorger vermietet werden. Battenberg, Hatzfeld und Bromskirchen sind von Eon-Mitte zur Energie Waldeck-Frankenberg gewechselt. Allendorf ist die einzige Kommune im oberen Edertal, die bei Eon geblieben ist. Bürgermeister Heinfried Horsel und der Erste Stadtrat Georg Röse unterzeichneten gestern mit EWF-Geschäftsführer Stefan Schaller und Heribert Kunert, der für das Stromnetz verantwortlich ist, den ab 1. Januar 2012 geltenden Vertrag. Damit erhält die EWF die Genehmigung, Straßen, Wege und Plätze für die Verlegung von Stromleitungen zu nutzen. Das Stadtparlament hatte dem Konzessionsvertrag vor zwei Wochen zugestimmt (FZ berichtete).

Die EWF plant einen Stützpunkt in Battenberg. Derzeit würden geeignete Standorte gesucht, berichtete Schaller. Eventuell würden schon im Dezember die ersten Mitarbeiter sich von Battenberg aus um den Vertrieb im oberen Edertal kümmern. Hinzu kommen im nächsten Jahr Techniker – insgesamt solle die Filiale mit etwa drei bis fünf Mitarbeitern besetzt werden, sagte der Geschäftsführer. Noch allerdings streitet sich die EWF mit der Eon um die Übernahme des Stromnetzes. Erst wenn diese Auseinandersetzung beendet ist, sollen auch Techniker in Battenberg beschäftigt werden.

Der Energiedienstleister hat Mitarbeitern der Eon, die im oberen Edertal leben, einen Arbeitsplatz angeboten. Drei hätten bereits unterschrieben, berichtete Schaller.Etwa 1000 Kunden hat das Unternehmen seinen Angaben zufolge bereits in Battenberg, Bromskirchen und Hatzfeld gewonnen. Als regional angesiedelter Versorger trage die EWF besondere Verantwortung für die Region. Im Frankenberger Land wechselte außerdem Frankenau zur EWF.

Bürgermeister Heinfried Horsel betonte, dass bereits in früheren Jahren mit der EAM die Zusammenarbeit gut gewesen sei, mit dem Übergang zur Eon habe der „direkte Draht“ gefehlt. Der Ansprechpartner vor Ort sei nun mit der EWF wieder vorhanden. Horsel ist überzeugt, die die Bürger Battenbergs von der Zusammenarbeit profitieren, „weil die Investitionen des Unternehmens der Region zugute kommen“. Die Stadt hat nicht nur die Stromkonzession an die Energie Waldeck-Frankenberg vergeben: Das Hallenbad und das Freibad sollen in den steuerlichen Querverbund der EWF übergehen. Die EWF wird Eigentümerin der Bäder. Dies soll Vorteile bringen: 27 Prozent der Verluste beim Betrieb der Bäder können mit Gewinnen der EWF verrechnet werden. Drei Viertel der Verluste trägt weiterhin die Stadt, ein Viertel der Landkreis. Federführend bleibt aber der Schwimmbad-Zweckverband, der weiterhin alle wichtigen Entscheidungen trifft.

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