Fahnenweihe des TSV Birkenbringhausen im Rahmen der Sportlertage

Ein „Fahnenkuss“ bei herrlichem Wetter

+
Vorstandsmitglieder des TSV Haine (links) und des TSV Birkenbringhausen mit den Fahnen. Fotos: Frank Seumer

Burgwald-Birkenbringhausen - Alte Fahne - neu geweiht. Der TSV Birkenbringhausen hat seine 85 Jahre alte Vereinsfahne restaurieren lassen und am Sonntag am dem Sportplatz mit einem „Fahnenkuss“ feierlich geweiht.

Als Symbol für Kameradschaft und Zuversicht hatten die Sportler 1928 eine Vereinsfahne angeschafft. Während des zweiten Weltkriegs war sie vergraben und wurde so gerettet. Anlässlich des 100-jährigen Vereinsbestehens im vergangenen Jahr beriet der TSV-Vorstand eine Restauration der stark beschädigten Fahne. Unterstützt von zahlreichen Spendern wurde das historische Stück von März bis Mai von einer süddeutschen Fachfirma neu hergerichtet.

„Die alten mehrfarbigen Stickereien wurden erhalten und neu aufgetragen“, beschrieb Vorsitzender Oliver Junk die Fahne in den Grundfarben blau und weiß. Die Seiten tragen die Aufschrift „frisch, fromm, fröhlich, frei“ sowie „Treu und stark - Deutsch bis ins Mark“. Junk berichtete von unterschiedlichen Meinungen und Ansichten: „Unser Sportverein hat eine über 100-jährige Geschichte und sollte daher auch die Fahnentradition pflegen“, lautete sein Appell an die Mitglieder. Der Vorsitzende des benachbarten TSV Haine, Mario Maurer, freute sich über die Patenschaft für die Birkenbringhäuser Fahne und lobte die gute Partnerschaft der beiden Clubs in der Spielgemeinschaft.

Die offizielle Fahnenweihe wurde in Form eines so genannten „Fahnenkusses“ vollzogen. Nico Binder vom TSV Birkenbringhausen, begleitet von Alisa Brand und Verena Wickenhöfer, senkte die Fahne. Michael Döls aus Haine berührte sie an den Seiten mit der Spitze der Hainer Fahne. Der Birkenbringhäuser Männergesangverein unter der Leitung von Karl-Heinz Wenzel sang das feierliche Lied „Ich bete an die Macht der Liebe“.

Burgwalds Bürgermeister Lothar Koch überreichte ein weiteres Fahnenband von der Gemeinde Burgwald in den Birkenbringhäuser Vereinsfarben grün-weiß-rot. „Da hat sich jemand etwas auf die Fahne geschrieben“, sagte Koch und deutete aus Sprichwort als Zielvorgabe. Die Fahne stehe für Gemeinschaft, Ehre und Treue zum Dorf, betonte Koch und begrüßte die Restauration.

Mit dem Vereinslied „Grün, weiß, rot - wie lieb ich dich“ bei herrlichem Sonnenschein im Mittelkreis des Sportplatzes fand die Fahnenweihe ihren Abschluss. Mit angetreten waren auch Abordnungen und Fahnen von Feuerwehr, Jugendfeuerwehr, Schützenverein und Kyffhäuser-Kameradschaft.

Mit einem gemeinsamen Mittagessen und einem Kinder-Spielefest fanden die Sportlertage ihren Abschluss. Die jüngsten Birkenbringhäuser tobten auf einer Hüpfburg.

Im Rahmen der Sportlertage fand am Samstag ein HWB-Turnier mit Mannschaften aus Haine, Birkenbringhausen und Wiesenfeld statt. Als Sieger gingen die Gastgeber hervor. Am Abend gewann der B-Ligist Birkenbringhause/Haine sein Kreispokalspiel gegen die Spielgemeinschaft Treisbach/Simtshausen/Asphe mit 2:0. In der nächsten Runde treffen die Kicker am Mittwoch auf den TSV Röddenau.

TSV-Vorsitzender Junk verwies auf die Modernisierung des Sportgeländes in den vergangenen Monaten. Neben dem umgesetzten ehemaligen Bahnhof-Wartehäuschen wurde ein neuer Ballfangzaun installiert, eine Zufahrt gepflastert und das Vereinslogo an drei Seiten des Sportlerheims angebracht. An einem Mast weht eine grün-weiß-rote Fahne.

Von Frank Seumer

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare