Superverein 2014

Das Familienunternehmen Feuerwehr

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Peter, Tim, Bastian und Sarah Werner (v.l.) leiten die Bambinis, die Jugendlichen und die Erwachsenen der Einsatzabteilung

Rosenthal-Roda - Sie sind richtige Macher: Die Familie Werner hat sämtliche Führungspositionen - natürlich mit Unterstützung - in der Feuerwehr von Roda übernommen. Papa Peter leitet die Jugendfeuerwehr, Tochter Sarah die Bambinis. Ihr Bruder Bastian ist der Wehrführer, der kleinere Bruder Tim der stellvertretende Wehrführer. Der Nachwuchs von Peter Werner ist von klein auf in die Feuerwehrarbeit hineingewachsen.

„Wenn der Papa dabei ist, dann macht man eben mit“, erklärt Sarah Werner, wie sie und ihre Brüder zur Feuerwehr gekommen sind. Hineingewachsen sind sie, von Geburt an immer mit dabei gewesen - und haben schließlich darauf gebrannt, endlich zehn Jahre alt zu werden und selbst offiziell bei den Wettkämpfen mitmachen zu dürfen.

Papa Peter Werner kam 1978 in die Jugendfeuerwehr. Dort habe es ihm immer gefallen. Als er mit seinen Eltern nach Ernsthausen zog, fuhr er immer noch mit dem Fahrrad nach Roda, um in der Jugendfeuerwehr bleiben zu können. „Als dann Jugendwarte gefehlt haben, weil beide zur Bundeswehr mussten, habe ich die Vertretung übernommen“, sagt der 54-Jährige. Als die zwei Jugendwarte zurückkamen, wollte Peter Werner sein Amt aber nicht mehr abgeben - „dann waren wir eben zu dritt“.

Die Feuerwehr-Karriere von Peter Werners Nachwuchs begann schon im Kinderwagen: Sie trugen alle einen Strampler, der wie der Kombi der Feuerwehr aussah und die Babysitter kamen immer aus Papas Jugendgruppe - der Weg in die Jugendfeuerwehr war quasi vorgezeichnet. „Aber als Kind vom Jugendwart hat man nicht nur Vorteile“, sagt Sarah Werner mit einem Lachen. „Zu uns war Papa strenger“, bestätigen auch die Brüder. „Und wir mussten immer aufräumen helfen.“ Ein Vorteil sei gewesen, dass sie nie Taschengeld mit zu den Ausflügen nehmen mussten.

Die 26-jährige Sarah Werner ist zwar in der Einsatzabteilung aktiv, ihr Herz gehört aber der Nachwuchsarbeit: „Die Arbeit mit den Kindern ist das Beste, was es gibt. Sie fallen einem nach der Übung um den Hals und haben richtig Freude an der Feuerwehr.“ Es gebe nicht besseres, als wenn einem ein sechsjähriges Kind sagt: Ich wünschte es wäre jeden Tag Bambini-Feuerwehr“.

Der 25-jährige Bastian und sein 21-jähriger Bruder Tim hingegen sind so schnell es ging in die Einsatzabteilung gewechselt: „Da haben wir uns immer drauf gefreut. Da fängt der Ernst des Feuerwehr-Lebens an“, sagen sie mit einem Schmunzeln. „Wenn man acht Jahre lang spielerisch in der Jugendfeuerwehr geübt hat, dann ist man froh, wenn endlich echtes Wasser aus den Rohren kommt“, ergänzt Papa Peter Werner.

Die Jugendfeuerwehr von Roda tritt am Freitag beim zehnten "Spiel ohne Grenzen" im Wettkampf um den Titel "Superverein 2014" an. Die Spiele beginnen um 18 Uhr.

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der gedruckten Ausgabe der Frankenberger Zeitung.

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