Fans hüpften vor Freude

Birkenbringhausen feierte Fußball-Europameisterin Jennifer Cramer

Jubel pur: Nach dem Schlusspfiff in Stockholm feierten die Fans in Bilses Scheune in Birkenbringhausen „ihre“ Nationalspielerin und Europameisterin Jennifer Cramer. Foto:  Linda Hartmann

Birkenbringhausen. Die deutschen Fußball-Frauen mit Jennifer Cramer aus Birkenbringhausen sind Europameister. 1:0 hieß es am Sonntag nach 90 dramatischen Spielminuten gegen Norwegen.

Aber in Bilses Scheune in Jennis Heimatdorf Birkenbringhausen machten die Fans ein Wechselbad der Gefühle durch. Zwei Elfmeter für Norwegen mussten sie überstehen und auch ein Abseitstor der Nordlichter – ehe sie dann am Ende mit ihrer Jenni jubeln durften. Die Fans hüpften und tanzten vor Freude. Aber es war ein Spiel zwischen Hoffen und Bangen. Alle Emotionen wurden freigesetzt.

Sogar das Hessen-Fernsehen war da. Von der ersten Spielminute an fieberten die Fans, die Freunde und natürlich die Familienmitglieder von Jennifer Cramer vor der Leinwand mit. Jennis Eltern und ihre Zwillingsschwester Laura waren nach Schweden nachgereist.

In der Heimat war Daumendrücken, mitleiden, mitfiebern angesagt. In den 90 Minuten von Stockholm durften sie alle Höhen und Tiefen eines Fußballspiels durchmachen. Am Ende gab‘s dann Freude pur. Auch ein paar Freudentränen wurden verdrückt.

„In Bilses Scheune haben wir alle Spiele der deutschen Frauen geschaut und jedes Mal mitgezittert“, erzählten die Fans von Jenni. Da durfte das Finale natürlich nicht fehlen. Sobald „ihre“ Jenni im Bild war, brach der Jubel aus, die Menge feuerte sie von Birkenbringhausen aus an: „Toll gespielt“, „Auf geht’s“ und „Weiter so“, tönte es von den Bänken – auch wenn knapp 1400 Kilometer zwischen dem Frankenberger Land und Stockholm liegen.

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Bei jedem Ballbesitz der deutschen Mannschaft wurde gejubelt. Aber bei den fragwürdige Entscheidungen der rumänischen Schiedsrichterin keimte Ärger auf. „Eine klare Schwalbe“, meinten die Birkenbringhäuser beim ersten Elfmeter. Aber was war schon der Ärger gegen den Jubel, als die deutsche Torfrau Nadine Angerer den Strafstoß hielt.

Totenstille herrschte dann beim zweiten Elfmeter für Norwegen. Der Ausgleich lag in der Luft. Aber als Angerer erneut hielt, brandete riesiger Jubel auf – als hätten die deutschen Frauen selbst ein Tor geschossen.

Auch Jennis Großeltern Wilfried und Gerda Goos fieberten mit. Sie saßen auf einem Ehrenplatz in der ersten Reihe. Der Abpfiff erlöste auch sie. Und dann sahen sie Jenni bei der Siegerehrung. UEFA-Präsident Michel Platini drückte ihr die Hand, gratulierte. Und dann hatte auch Jennifer Cramer, das Mädel aus Birkenbringhausen, den Cup in der Hand. Am Montag wird sie im Dorf empfangen.

Quelle: HNA

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