Battenberg: Humorvoller und appetitlicher Schmaus mit Dario Weberg

Fast wie ein Abend mit Heinz Erhardt

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- Battenberg (nih). „Heinzigartiges vom Schelm der Nation“ sahen am Freitagabend 112 Gäste beim Heinz-Erhardt-Abend in der Battenberger Burgberghalle.

Bereits zum dritten Mal hatte der „Arbeitskreis Burgberghalle“ zum kulinarisch-literarischen Abend eingeladen, bei dem dieses Mal der Komiker, Dichter und Schauspieler Heinz Erhardt im Mittelpunkt stand. „Von der Pampelmuse geküsst“ – so lautete der Titel des Programms, das Dario Weberg und Indra Janorschke vom „LiteraTour-Theater“ aus Dortmund präsentierten. Dabei gab es nicht nur viel zu lachen, sondern auch ein Vier-Gänge-Menü. Vor, zwischen und nach den Aufführungen ließen sich die Gäste Räucherlachsmousse, Kartoffelrahmsuppe und Tournedos vom Milchrind schmecken, das das Restaurant „Burgwald-Stuben“ servierte.

„Wieder einmal war die Nachfrage wesentlich größer als das Angebot“, sagte Bürgermeister Heinfried Horsel. Für eine behagliche Atmosphäre habe der Arbeitskreis aber bewusst nur eine begrenzte Anzahl an Karten bereitgestellt. Als Heinz Erhardt und dessen Ehefrau und Managerin Gilda Zanetti-Erhardt begeisterten Dario Weberg und Indra Janorschke ihr Publikum schauspielernd, lesend, rezitierend und singend. In chronologischer Reihenfolge stellten die Schauspieler aus Dortmund wichtige Stationen aus Erhardts Leben dar und gewährten dem Publikum einen Einblick in die Art und Weise, wie Erhardt seine Texte lernte und seine Auftritte auf den Bühnen der Republik vorbereitete.

Ganz in Erhardt’scher Manier spielte Weberg mit Worten, Sätzen und Sprichwörtern. Da wurde aus „vollkommen verhindert“ schon mal „Hintern verkommen“, aus „Festgenossen“ „Festgesoffene“ und das Nomen „Dichter“ wurde auch mal als Adjektiv gebraucht. Aus zwei berühmten Sprichwörtern machte der Darsteller „Zähne hoch“ und „Kopf zusammen“.

Weberg trug zahlreiche Erhardt’sche Gedichte vor, darunter beispielsweise „Das Unwetter“, „Was wär‘ ein Apfel ohne -sine“ und „Die Maus“. Häufig wurde der letzte Part vom Publikum vollendet. Immer wieder bezog der Schauspieler die Gäste mit ein, etwa als er den Battenberger Bürgermeister, nachdem er einen von Erhardts berühmten Schachtelsätzen rezitiert hatte, aufforderte: „Horsel, wiederholen Sie doch mal!“, oder als er zum Publikum sagte: „Jetzt kommt nichts mehr, jetzt dürfen Sie applaudieren.“

Mehr lesen Sie in der FZ vom Dienstag, 7.Februar

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