Mit Faustschlag Nase gebrochen: Discogast muss 2380 Euro zahlen

Frankenberg. Weil er einem anderen Gast mit einem Faustschlag die Nase gebrochen hat, ist ein 19-Jähriger aus Hallenberg am Donnerstag vom Amtsgericht Frankenberg zur Zahlung von insgesamt 2380 Euro plus der Verfahrenskosten verurteilt worden.

Er könne sich an nichts erinnern, weil er betrunken gewesen sei, sagte der angeklagte Hotelkaufmann. Das 22-jährige Opfer aus Frankenberg und ein weiterer Zeuge machten für Richterin und Staatsanwalt aber glaubwürdige Aussagen, die den Angeklagten belasteten. An das Opfer muss der junge Mann nun 1500 Euro Schmerzensgeld und 280 Euro Rechtsanwaltskosten zahlen, außerdem 600 Euro an die gemeinnützige Einrichtung „Gefährdete Jugend“ des Kreisjugendamtes Waldeck-Frankenberg.

Richterin Andrea Hülshorst verurteilte den jungen Mann nach Jugendstrafrecht, weil er in seiner Entwicklung offenbar noch nicht als erwachsen gelten könne. „Wenn man Hotelkaufmann ist, sollte man Manieren haben“, sagte sie. Wegen des Alkohols, den er in der Discothek getrunken hatte, attestierte sie ihm eine verminderte Schuldfähigkeit. „Es war aber nichts so, dass Sie gar nicht mehr wussten, was Sie taten.“

Der 19-Jährige war laut Staatsanwalt wegen „übermäßigen Alkoholgenusses und aggressiver Stimmung“ aus der Discothek geworfen worden. Draußen flüchtete er vor den Türstehern und schlug seinem Opfer, der mit einem Freund auf dem Heimweg war, ohne ersichtlichen Grund mit der Faust auf die Nase. (jpa)

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Quelle: HNA

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