Feiern nur bis 3 Uhr: Sperrstunde in Frankenberg  bleibt bis 2017

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Sie wollen länger feiern dürfen: Bei Protesten im April 2013 hatten Jugendliche auf dem Frankenberger Obermarkt gegen die Sperrzeitverlängerung demonstriert.

Frankenberg. Die längere Sperrzeit ab 3 Uhr in Frankenberg bleibt bis 2017 bestehen. Das hat Bürgermeister Rüdiger Heß nach einem Jahr Testphase entschieden. Kritik gibt es nach wie vor von Jugendlichen, Discobetreibern und Jugendverbänden.

Hauptargument der Stadt: Seit die Sperrzeitverlängerung gilt, sei die Zahl der Gewaltdelikte zurückgegangen. Für Bürgermeister Rüdiger Heß sprechen die Zahlen eine eindeutige Sprache: In der Stadt Frankenberg sind nach Einführung der Sperrzeitverlängerung zum 1. April 2013 die Gewaltdelikte von 84 im Jahr 2012 auf 60 im Jahr 2013 zurückgegangen.

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„Das ist ein Rückgang um 38,5 Prozent“, stellte Bürgermeister Rüdiger Heß fest, der sich als zuständige Ortspolizeibehörde in seiner damaligen Entscheidung zur Verlängerung der Sperrzeit bestätigt sieht. Daher soll auch zukünftig in Frankenberg die Sperrzeitverlängerung ab 3 Uhr weiter gelten.

Die neue Verordnung, die im Februar dieses Jahres veröffentlicht wurde, hat Gültigkeit bis Ende 2017. Heß: „Aufgrund der vorliegenden Zahlen ist auch nach Ablauf des Probejahres keine andere Entscheidung möglich.“

Die Julis Frankenberg, die Jusos Frankenberg, die Grüne Jugend Waldeck-Frankenberg, die Hessische Landjugend und die Landjugend Geismar sind sehr überrascht über die Entscheidung von Bürgermeister Rüdiger Heß, das Konzept der Sperrstunde bis 2017 zu verlängern. Hierbei besonders irritierend ist für die Vorsitzenden, Mark Fallenbüchel (Julis), Helena Graß (Landjugend Geismar), Sarah von Hagen (Grüne Jugend), Carolin Hecker (Hessische Landjugend) und Hendrik Klinge (Jusos), dass man dieses aus den „amtlichen Bekanntmachungen“ der Stadt lesen musste.

Die Hessische Landjugend und Laju Geismar erklären hierzu: „Mit Herrn Heß war besprochen, dass es nach der einjährigen Testphase der Sperrstunde zu einem weiteren Treffen von Jugendverbänden und Stadt kommen würde, um sich die Entwicklung der Straftaten anzusehen und dann zu diskutieren, ob eine Verlängerung dieser Maßnahme sinnvoll erscheint.“ (nh/jpa)

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Quelle: HNA

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