201 Spender retten mittelalterlichen Kunstschatz vorm Verfall

Fenster in neuem Glanz

Restauriert: Eines der fünf mittelalterlichen Fenster in der Hainaer Klosterkirche, die mit Spenden restauriert wurden. Foto: Biedenbach

Haina-Kloster. Es war ein Wagnis, doch es gelang. Der Verein Freunde des Klosters Haina hat genug Spenden zusammenbekommen und so dafür gesorgt, dass die fünf ältesten Fenster der Hainaer Klosterkirche restauriert werden konnten.

„So groß anfangs die Skespis war, so groß ist jetzt die Freude“, sagte Vorsitzender Peter Lein während einer Dankesfeier vor rund 100 Spendern in der Klosterkirche.

Insgesamt 201 Spender hatten 137 600 Euro zur Verfügung gestellt, damit die wertvollen, zwischen 1240 und 1260 entstandenen Grisaillefenster für die Nachwelt erhalten werden. Nachdem sich der Bund 2002 aus der Finanzierung der seit 1981 laufenden Restaurierung der Klosteranlage zurückgezogen hatte, fehlte nämlich für die Fenster das Geld.

Bezirkskonservator Dr. Bernhard Buchstab und der damalige Vorstand der Klosterfreunde – Manfred Scholz, Wilhelm Helbig und Manfred Albus – initiierten 2004 die Spendenaktion, ohne abschätzen zu können, ob sie gelingen würde.

„Es war ein steiniger Weg“, sagte der heutige Vorsitzende Peter Lein. Zwar gingen schon schnell Spenden ein. Doch parallel dazu, schockierte die Nachricht, dass die zunächst auf 49 000 Euro geschätzten Kosen sich auf 130 000 Euro mehr als verdoppeln würden.

Doch auch diese Summe kam zusammen. Lein dankte dem ehemaligen Vorstand für die „Ausdauer und Hartnäckigkeit“. Und er dankte allen Spendern – den Großspendern ebenso wie denen, die mit kleinen Beiträgen ihre Verbundenheit zur Klosterkirche gezeigt hätten.

Als „außerordentliches Beispiel für Bürgersinn“, lobte LWV-Landesdirektor Uwe Brückmann das Engagement. Der Landeswohlfahrtsverband ist Eigentümer der Hainaer Klosteranlage.

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Von Martina Biedenbach

Quelle: HNA

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