"Kalinka" zur Völkerverständigung

Fest deutsch-russischer Freundschaft

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Mit russisch-orientalischen Klängen und den entsprechenden Bewegungen überraschte eine Tanzgruppe aus Homberg an der Ohm die Zuschauer beim deutsch-russischen Fest.

Frankenberg - Musik, gesalzenes Brot, Tänze und ein wenig Geschichtsunterricht: Beim deutsch-russischen Fest in der Ederberglandhalle gab es viel zu erleben und zu erlernen.

Spätestens, als „Kalinka“ aus den Lautsprechern ertönt, tobt die Menge. Das Lied kennen Russen, Deutsche und auch Deutschrussen - das Lied kennt jeder. Es ist ein Stück Völkerverständigung aus Russland. Der Text ist einfach, jeder kann mitsingen oder zumindest -klatschen. Kinder der Tagesstätten aus den Frankenberger Stadtteilen tanzen zu dem Lied.

Der „Tag der Begegnung“ in der Ederberglandhalle stößt auf großes Interesse. Auch wenn es immer wieder einige Besucher ins Freie zieht, ist die Halle gut gefüllt. Das Fest schließt eine Woche der intensiven Beschäftigung miteinander und mit der gemeinsamen Geschichte ab. Mittelpunkt ist das Schicksal vieler sogenannter Deutschrussen, die vor Jahrhunderten aus der deutschen Armut geflohen waren. Sie hatten sich in Russland niedergelassen - zuerst in Freiheit, dann hatten sie zunehmend unter Repressalien zu leiden. Mit dem Fall der Mauer kehrten viele in die „alte Heimat“ zurück, die sie nur aus Geschichten der Urgroßmutter kannten. Angenommen wurden sie oftmals weder in Russland, noch in Deutschland.

Dass das im Altkreis Frankenberg anders ist, zeigt der „Tag der Begegnung“, ins Leben gerufen von der Stadt Frankenberg und Jakob Fischer. Der hatte zuvor bereits die Ausstellung „Volk auf dem Weg“ in der Sparkassenfiliale in der Uferstraße eröffnet. Diese hatte er danach auch in Frankenberger Schulen präsentiert und dabei den Schülern die Geschichte der Deutschrussen nähergebracht.

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