Burgwald

Fest der eisernen Konfirmation

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- Frankenau-Altenlotheim (sch). Das Fest der Eisernen Konfirmation feierten am Ostersonntag 14 Frauen und Männer in der Altenlotheimer Kirche. Sie waren in den Jahren 1945 und 1946 vom damaligen Pfarrer Friedrich Fischer im Kirchspiel Kirchlotheim konfirmiert worden.

Den Festgottesdienst in der Altenlotheimer Kirche gestalteten Dekanin Petra Hegmann, die Kirchlotheimer Pfarrerin Gisela Berger und Ingrid Bremmer aus dem Kirchenvorstand. In ihrer Predigt ging die Dekanin auf die 65-jährige Lebens- und Glaubenserfahrung der eisernen Konfirmanden ein. Der schweren Kriegs- und Nachkriegszeit sei der hoffnungsvolle Neuanfang gefolgt. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Singkreis des Kirchspiels unter Leitung von Marlies Holzhaus. Orgelmusik begleitete den Abendmahlsgottesdienst.

Im Jahr 1945 wurden 32 Jungen und Mädchen konfirmiert, 1946 insgesamt 17 Mädchen und Jungen. Viele sind bereits verstorben, einige konnten aus gesundheitlichen Gründen nicht an dem Festgottesdienst der eisernen Konfirmation teilnehmen. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden der beiden Jahrgänge leben heute in Altenlotheim, Schmittlotheim, Buchenberg, Herzhausen, Basdorf, in Frankfurt und in einigen Orten im Waldecker Land. Die Konfirmation im Jahr 1945 fand unter schwierigen Bedingungen statt. Am Gründonnerstag, 29. März 1945, rückten die amerikanischen Besatzungstruppen im Frankenberger Land ein. Die angesetzten Termine der Konfirmation mussten verschoben werden. Bei der Konfirmation 1946 waren die Zeiten schon etwas ruhiger. Die Nachkriegsjahre waren aber für beide Jahrgänge nicht einfach. Bilder von den beiden Konfirmationen gibt es keine. Das Fotografieren war 1945 nicht erlaubt, und ein Jahr später war es noch Luxus, Fotoaufnahmen anzufertigen.

Im Festgottesdienst erhielten die 14 Konfirmandinnen und Konfirmanden von den jetzigen Konfirmanden gefertigte Kerzen mit dem Spruch „Der Herr ist mein Licht und mein Heil“. Ein gemeinsames Mittagessen der Jubilare folgte. Bei einem gemütlichen Beisammensein mit Gesprächen und Erinnerungen an die gemeinsame Konfirmandenzeit wurde die Feier nach einer Kaffeetafel beendet.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Mittwoch, 27. April

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