Festival Folk im Park startete mit dem Duo Karasol

Kam gut an: Das Duo Karasol mit Karolina Trybala und Silvio Schneider eröffnete das 20. Festival Folk im Park am Freitagabend in der Altwildunger Philipp-Nicolai-Kirche. Foto: Senzel

Altwildungen. Gelungener Auftakt bei Folk im Park: Das Duo Karaso mit Karolina Trybola (Gesang, Percussions) und Silvio Schneider (Gitarre) spielte zwei Stunden lang sein Programm „Twelf moon - Lieder von der Sehnsucht".

Altwildungen. Wie gut, dass sich Gereon Schoplick entschlossen hatte, auch nach der Verlegung von „Rock im Schloss“ auf Friedrichstein in den Kurpark zum „Folk im Park“, die Philipp-Nicolai-Kirche als Ort für die Eröffnung des Festivals beizubehalten. Die große Besucherzahl und die stimmungsvolle Atmosphäre am Freitag bestätigten diese Entscheidung.

Bürgermeister Volker Zimmermann eröffnete das 20. Folk-Festival in der Altwildunger Kirche: „Ein Festival mit im besten Sinne des Wortes europäischer Musik, die uns wirklich allen gut tut.“ Das Duo Karaso mit Karolina Trybola (Gesang, Percussions) und Silvio Schneider (Gitarre) spielte zwei Stunden lang sein Programm „Twelf moon - Lieder von der Sehnsucht“. Das tat wirklich gut, ging unter die Haut, weckte Emotionen und verzauberte das Publikum. Dieses applaudierte herzlich nach jedem Stück.

Gitarrist Silvio Schneider: „Wir singen und spielen von der Liebe, vom Leben, von Reisen und vom Genießen.“ Er forderte auf: „Schließen sie die Augen und öffnen sie weit ihre Sinne.“ Karolina Trybala überraschte immer wieder mit ihrer abwechselnd einschmeichelnden und aufrüttelnden, wandlungsfähigen Stimme, mit der sie emotional berührende vokale Klangbilder schuf und ihren Liedern berührende Ausdruckskraft verlieh. Dazu setzte sie geschickt eine Vielzahl unterschiedlicher Percussions-Instrumente ein.

Zu Anfang des Konzertes brillierte das Duo mit dem Duke Ellington-Standard „Caravan“ in einer Version mit einem Text in Karolinas polnischer Muttersprache, in der es einer Wüstenbewohnerin nach den Küssen ihres Liebsten dürstet. Gitarrist Silvio Schneider hat im Laufe seiner Zusammenarbeit mit der Sängerin Gemeinsamkeiten (Zischlaute) der polnischen mit der portugiesischen Sprache ausgemacht, und als Beispiel dafür sang Karolina einen brasilianischen Schlager auf portugiesisch.

Schneider begeisterte mit seinem technisch raffinierten und musikalisch virtuosem Gitarrenspiel; u. a. mit seinem Solo-Stück „Beirut“, in dem er nach einem Libanonbesuch auf seinem Instrument stimmungsvoll die Schönheit der Stadt und die Zerrissenheit des Landes erzählt.

Die Besucher des Konzertes in Altwildungen waren vom Auftritt des Duos begeistert. Den warmen Sommerabend genossen sie in einer ausgedehnten Pause bei kühlen Getränken und frischen Brezeln, ein Angebot des Kirchenvorstandes Altwildungen. In eine der zwei Zugaben stimmten das Publikum in der Kirche freudig mit ein.

Einen weiteren Bericht über Folk im Park lesen Sie heute unter Kultur

Von Werner Senzel

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare