Keine Verletzten

Feuer in Rengershäuser Ferienwohnung

Rengershausen. Rund 100 000 Euro Sachschaden entstand nach ersten Schätzungen bei einem Brand in einem landwirtschaftlichen Anwesen mit drei Ferienwohnungen in Rengershausen. Verletzt wurde in der Braunshäuser Straße niemand.

Die Bewohner brachten sich allesamt rechtzeitig in Sicherheit und kamen mit dem Schrecken davon. Auch Tieren wie Schafe war nichts passiert. Die Brandursache ist noch nicht geklärt.

Das Feuer brach in der Nacht zum Samstag gegen Mitternacht in einem Anbau aus. Darin befinden sich drei Ferienwohnungen. Dort lebten laut Polizei so genannte „Personen in Betreuung“. Einer der beiden 62-jährigen Bewohner einer Ferienwohnung in der mittleren Etage hatte Qualm bemerkt, als er die Toilette aufsuchen wollte. Er informierte sofort die Eigentümer, die im Haupthaus wohnen. Diese wiederum alarmierten umgehend die Feuerwehr. Die Rengershäuser Blauröcke waren als erste am Einsatzort.

Blick auf den Einsatzort.

Sie gingen mit schwerem Atemschutz durchs Treppenhaus des Anbaus vor und rückten in eine weitere Ferienwohnung im Dachgeschoss ein. Sie war zum Zeitpunkt des Unglücks aber unbewohnt. Deren Bewohnerin war am Wochenende verreist. In dieser Wohnung entdeckten die Feuerwehrleute neben dichtem Qualm auch offenes Feuer. Die Flammen schlugen schließlich durch die Dachfenster ins Freie. Sie waren weit über die Ortsgrenzen hinaus zu sehen. Viele Einwohner verfolgten die Löscharbeiten aus sicherer Entfernung. Zur Unterstützung der Rengershäuser Blauröcke rückten rasch die Feuerwehren aus Frankenberg mit der Drehleiter sowie Wangershausen und Hallenberg an. Sie unternahmen großangelegte Löschangriffe. Später kamen zur Reserve noch Einsatzkräfte aus Rodenbach, Geismar und der Atemschutzgerätewagen aus Korbach hinzu.

Dichter Qualm steigt aus der Dachferienwohnung eines landwirtschaftlichen Anwesens in der Braunshäuser Straße in Rengershausen auf. Bei dem Feuer wurde niemand verletzt. Die Ursache ist noch nicht geklärt. Foto: Jungheim

Insgesamt waren 91 Retter im Einsatz. Die Einsatzleitung hatte der stellvertretende Stadtbrandinspektor von Frankenberg, Stefan Stroß. Gegen 2 Uhr hieß es: „Feuer unter Kontrolle“. Er zeigte sich mit dem Ablauf zufrieden, zumal es erstmals einen ländergrenzenübergreifenden Einsatz der Hallenberger in Hessen gegeben habe. Stroß freute sich, dass die Feuerwehren trotz der Intensität des Feuers „noch viel retten konnten“. Während die drei Ferienwohnungen in dem Anbau durch Feuer und Löschwasser derzeit nicht bewohnbar sind, hat das Haupthaus nach seinen Worten keinen Schaden davon getragen. Die Besitzer konnten später wieder dorthin zurückkehren. Das Haupthaus des landwirtschaftlichen Anwesens stammt aus dem Jahr 1902. Zum Zeitpunkt des Unglücks hielten sich dort acht Personen auf - neben dem Besitzer-Ehepaar auch Angehörige und Bekannte. Der Anbau wurde im Jahr 1983 errichtet.

Zwei Frauen bewohnten dort jeweils eine der drei Ferienwohnungen, die dritte zwei 62-jährige Männer. Diese Bewohner sollen nun eine vorläufige Bleibe in einem benachbarten Haus haben. Rengershausens Ortsvorsteher Wolfgang Dauber war in der Nacht vor Ort. Er würdigte den beherzten Einsatz der Feuerwehren. Der Ortsbeirat bedankte sich bei Rengershäuser Frauen, die die Rettungskräfte in der Nacht mit heißem Kaffee, weiteren Kaltgetränken und belegten Broten versorgten Die Kriminalpolizei Korbach hat noch in der Nacht die Ermittlungen aufgenommen. (jun)

Quelle: HNA

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