Großübung der Feuerwehren Hatzfeld

"Feueralarm" im Kindergarten

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Wasser marsch – Die Haut des Kindergartendaches drohte durchzubrennen.

Hatzfeld - Stress, Chaos und Hektik standen an bei der Großübung der Hatzfelder Feuerwehren. Sie probten einen Einsatz an der Hatzfelder Kindertagesstätte - und die Erzieherinnen spielten Panik, um den Einsatz zu erschweren und für reale Bedingungen zu sorgen. Nach 25 Minuten war der Spuk aus Rauch und Wasser wieder vorbei.

Bereits fünf Minuten nach der nicht angekündigten Alarmierung waren die ersten Einsatzfahrzeuge vor Ort. Bevor die Sirenen im gesamten Stadtgebiet den Alarm meldeten, besprachen Hatzfelds Bürgermeister Dirk Junker, der stellvertretende Stadtbrandinspektor Jürgen Noll, der die Großübung geplant hatte, und das Kindergartenteam die Szenarien: Ausbruch eines Feuers bei laufendem Kindergartenbetrieb, vermisste Kinder - darunter auch ein Kleinkind - sowie vermisste Erzieherinnen, starke Rauchentwicklung, zugeparkte Zufahrtswege, eine verletzte Hauswirtschafterin und ein Verkehrsunfall oberhalb der Einrichtung als komplexe Situation sollten von den Hatzfelder Einsatzabteilungen gelöst werden.

Der Stadtbrandinspektor wünschte sich von den Erzieherinnen eine authentische Beteiligung an der Großübung. „Sie haben kreativ alle Möglichkeiten, wie man sich bei einem Brand hier Verhalten könnte, seien sie panisch und voll aufgeregt“. Diesem Wunsch stimmte auch Bürgermeister Dirk Junker zu. „Machen sie den Feuerwehrleuten richtig Stress, damit diese nach kurzer Zeit nicht mehr wissen, ob es eine Übung oder ein echter Einsatz ist. Wir brauchen solche Übungen, um im Ernstfall gewappnet zu sein“, riet er seinen Mitarbeiterinnen der Kindertagesstätte.

Im Einsatz durchsuchten Atemschutztrupps die Kindertagesstätte nach vermissten Personen, reichlich Löschwasser wurde währenddessen auf das durch das Dach lodernde Feuer gespritzt, panische Erzieherinnen wurden zurück gehalten und beruhigt und verletzte Personen erstversorgt. Die gesamte Einrichtung wurde mit Lüftern vom starken, angeblichen Rauch befreit. Die Erzieherinnen sammelten sich oberhalb der Einrichtung mit den bereits geretteten Kindern. Die wichtigste Frage an sie: „Sind alle Kinder da, wer fehlt noch?“ Innerhalb von 25 Minuten hatten die Einsatzabteilungen unter der Leitung von Dirk Riedesel die Szenarien abgearbeitet und damit eindrucksvoll ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Zufrieden zeigten sich somit in der Abschlussbesprechung alle Beteiligten. „Wir haben hier in einem schwierigen Gebäude, verwinkelt mit mehreren Ebenen und Treppen, geübt, Priorität hatte das Finden der vermissten Personen“, waren sich alle einig. Bürgermeister Dirk Junker und Stadtbrandinspektor Eckhard Feisel lobten den Einsatz und das Verhalten der „Blauröcke“ und dankten Jürgen Noll für die Organisation der Übung.

(de)

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