Jugendfeuerwehr in Bottendorf

Feuerwehr-Aktionstag zahlt sich aus

+
Weil die Bottendorfer Feuerwehr Nachwuchssorgen hatte, veranstaltete sie im September einen Tag der offenen Tür. Ein voller Erfolg: Seither ist die Jugendfeuerwehr wieder gut besucht.Fotos: Patricia Kutsch

Burgwald-Bottendorf - Mit einem so großen Ansturm haben die Betreuer der Bottendorfer Jugendfeuerwehr nicht gerechnet: Sie haben so viele Mitglieder, dass sie fast zwei Mannschaften stellen können. Dabei war bis vor wenigen Wochen nicht mal eine Übungsstunde möglich, denn bis dahin bestand die Nachwuchsabteilung aus nur zwei Jugendlichen.

Im Gerätehaus spielt sich eine ganz normale Szene ab: Die beiden Jugendwarte Thomas Hiemer und Tobias Schneider üben mit den Mitgliedern der Jugendwehr einen klassischen Wettkampf. Dennoch ist diese Szenerie etwas Besonderes. Denn Bottendorf hatte bis vor wenigen Wochen keine funktionierende Jugendfeuerwehr mehr. Nur zwei Kinder wollten mitmachen. Zu wenig, um Einsätze zu üben und Wettkämpfe vorzubereiten. Die beiden Jugendwarte wollten sich damit allerdings nicht zufrieden geben und neuen Nachwuchs werben. Gemeinsam mit den Feuerwehren der Gemeinde Burgwald und der Stadt Frankenberg luden sie im September zu einem Tag der offenen Tür ein, präsentierten ihre Arbeit, stellten die Feuerwehrautos aus und brachten den Kindern aus dem Dorf die Feuerwehrarbeit mit Spielen näher.

„Das war ein voller Erfolg“, sagt Thomas Hiemer heute rückblickend. „In der Woche danach kamen 16 Kinder und Jugendliche zur Jugendfeuerwehr.“ Zum Teil seien sogar einige Mitglieder wieder dabei, die zwischenzeitlich aufgehört hatten. Die Kleinsten sind neun, die Ältesten 17 Jahre alt. „Gerade die Jüngsten lernen jetzt das ganze Feuerwehrhandwerk von der Pike auf. Das macht auch uns richtig Spaß“, sagt Jugendwart Hiemer.

In den ersten Stunden fing der Unterricht laut Schneider langsam an: Zunächst lernten die Kinder und Jugendlichen die Geräte und Autos der Feuerwehr kennen, bekamen ihre Uniformen und Helme und durften dann die ersten einfachen Übungen im Gewerbegebiet machen. Mit Schläuchen werfen fing alles an. „Mittlerweile können sie mit etwas Unterstützung den kompletten A-Teil eines Wettkampfes“, loben die Jugendwarte.

Die beiden Jugendwarte sind glücklich, dass sie sich wieder um den Nachwuchs kümmern können: „Jetzt hat die Jugendarbeit wieder einen Sinn“, erklärt Hiemer.

Mehr über die ersten Übungsstunden der Bottendorfer Jugendfeuerwehr lesen Sie am Freitag in der gedruckten Ausgabe der FZ.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare