Lehnhausen

Feuerwehr feiert 75-jähriges Bestehen mit Kommersabend

+

- Gemünden-Lehnhausen (ug). Mit befreundeten Feuerwehren und Vereinen aus der Region feierte die Lehnhäuser Feuerwehr am Samstagabend einen stimmungsvollen Festkommers im Festzelt. Zahlreiche Ehrengäste lobten die Brandschützer des kleines Dorfes für ihr ehrenamtliches Engagement.

Eine besondere Überraschung gab es für die Vorsitzende Maria Schnatz. Sie erhielt das silberne Brandschutzehrenzeichen am Bande für 25 Jahre aktiven Dienst in der Einsatzabteilung. Stadtbrandinspektor Wilfried Golde erinnerte daran, dass die Geehrte von 1990 bis 2000 als Wehrführerin tätig war. Sie war damals die erste Frau, die im Landkreis Waldeck-Frankenberg in dieses Amt gewählt wurde. In der Stadt Gemünden ist sie erst die zweite Frau, die mit dieser Ehrung ausgezeichnet werden konnte. Damals noch eine Ausnahme, gehören heute Feuerwehrfrauen zum alltäglichen Bild in den Feuerwehren. Darauf wies Manfred Hankel, Vorsitzender des Kresifeuerwehrverbandes, in seinem Grußwort hin. Er ehrte die Lehnhäuser Brandschützer für ihre Vorreiterrolle und überreichte eine Ehrenurkunde des Kreisfeuerwehrverbandes. Auch Bürgermeister Frank Gleim, Stadtbrandinspektor Wilfried Golde, Ortsvorsteher Wolfgang Lomp, Landtagsabgeordneter Reinhard Kahl und Jagdpächter Christian Peter gratulierten der Feuerwehr zum 75-jährigen Bestehen. Sie dankten für den ehrenamtlichen Einsatz für die Mitmenschen, lobten aber auch die Vereinsarbeit, da die Feuerwehr als einziger Verein des Dorfes auch das gesellschaftliche Leben im Ort prägt. Maria Schnatz erinnerte an die Geschichte der Feuerwehr in Lehnhausen. Die Gründung erfolgte 1935. „Die Initiative der Gründer war ein Vorbild für alle späteren Feuerwehrleute“. Nach Höhen und Tiefen erfolgte im Jahr 1974 unter Harry Radmacher ein Neuanfang. Ihm gelang es, junge Männer für die Feuerwehr zu gewinnen.Heute hat die Feuerwehr des 110-Einwohner-Dorfes 39 Mitglieder, von denen zwölf der Einsatzabteilung angehören. Schnatz wies auf die Veränderungen im Feuerwehrwesen hin und betonte, dass die Anforderungen nur zu bewältigen seien unter dem Motto „Einer für alle, alle für einen“. – Die Band „Music-Boys“ sorgte nach dem offiziellen Festakt für eine ausgelassene Stimmung im Festzelt. Bis in die frühen Morgenstunden wurde gefeiert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare