Feuerwehr-Fusion in Allendorf/Hardtberg und Dainrode erst einmal verschoben

Frankenau. Die Zusammenlegung der Feuerwehr-Einsatzabteilungen aus Allendorf/Hardtberg und Dainrode lässt weiter auf sich warten.

Am Montagabend sollte die Fusion eigentlich in der Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden. Der Magistrat hatte einen Antrag eingebracht.

In den Ausschusssitzungen, zu denen sich die Stadtverordneten eine Stunde vor der Parlamentssitzung getroffen hatten, hatte sich aber bereits Folgendes abgezeichnet: Die Zusammenlegung wird zwar weiter wohlwollend begleitet, doch es sind noch Fragen offen. Daher soll erst am 27. Oktober über die Fusion beschlossen werden. Darauf einigten sich die Parlamentarier mehrheitlich. Die HNA erklärt, was zu der Verschiebung geführt hat:

VORAUSSETZUNG DER FUSION

Die Feuerwehren in Allendorf und Dainrode wollen nur unter einem gemeinsamen Dach fusionieren. Sie favorisieren einen Neubau in Allendorf (HNA berichtete). Entsprechend verfasst war auch der Beschlussvorschlag des Magistrats. Darin hieß es: „Für die Unterbringung der neuen Wehr will die Stadt Frankenau mit der neuen Wehr in 2016 einen neuen Standort in Allendorf realisieren. (...) Städtische Haushaltsmittel sind in den Haushalt 2016 einzustellen.“

KRITIK AM VORGEHEN

Der SPD-Stadtverordnete Harald Koch störte sich daran, dass aus der Beschlussvorlage nicht zu entnehmen sei, wie teuer ein neues Feuerwehrgerätehaus sein werde. „Die Vorlage haben wir Stadtverordneten auch erst am Donnerstag vergangener Woche bekommen. Ohne eine konkrete Planung mit Grundstückspreis, Kosten für den Bau und Konzeption kann ich aber nicht so einfach über eine Zusammenlegung der Wehren mit Neubau eines Gerätehauses entscheiden“, sagte Koch. Auch CDU-Fraktionschef Gerd Ruhwedel fühlte sich „ein bisschen überfahren“.

Horst-Werner Bremmer (Freie Bürger) warnte davor, zu viel Geld in die Fusion der Feuerwehren in Allendorf und Dainrode zu stecken. „Aus meiner Sicht ist das nur ein Zwischenschritt. Wir brauchen angesichts der demografischen Entwicklung eine große Lösung - und zwar eine gemeinsame und schlagkräftige Einsatzabteilung für alle ADEL-Dörfer“, sagte er.

SCHUTZSCHIRM

Eine Fusion der Feuerwehr-Einsatzabteilungen in Allendorf und Dainrode würde das Land mit 30 000 Euro fördern - Geld, das die Stadt Frankenau dringend braucht. Zur Erinnerung: Im Juni dieses Jahres hatte vor allem der Einbruch bei der Gewerbesteuer dazu geführt, dass das Schutzschirmziel (dritter ausgeglichener Ergebnishaushalt in Folge) gefährdet ist. Bürgermeister Björn Brede (SPD) sagte nun: „Die Fusion ist aus mehreren Gründen sinnvoll. Wenn wir sie in diesem Jahr noch beschließen, wäre das zudem ein Segen für den Haushalt.“

Wie es nun mit Blick auf die geplante Fusion weitergeht, lesen Sie in der gedruckten Mittwochsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Quelle: HNA

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