Dodenhausen

Feuerwehr-Jubiläum startet mit Theater: "Leberwurst und falscher Adel"

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- Dodenhausen (ug). Drei Stunden herzhaftes Lachen bot die Dodenhausener Theatergruppe am Donnerstagabend im Festzelt auf der Tuchbleiche.

Mit dem Schwank „Leberwurst und falscher Adel“ eröffneten die Laiendarsteller das große Jubiläumsfest zum 75-jährigen Bestehen der Feuerwehr und zum 20. Geburtstag der Kirmesburschenschaft „TSGK“. Über 400 Besucher jeden Alters hatten bei dem dreistündigen Stück von Erich Koch viel Spaß. Allerdings staunten die Kinder doch über die Reaktion ihrer Eltern und Großeltern – einige der etwas derberen Kalauer konnten sie (noch) nicht verstehen. Seit einem halben Jahr haben die 14 Männer und Frauen fleißig geprobt. Ihre Mühe hat sich gelohnt, denn das begeisterte Publikum spendete minutenlangen Applaus.

Lokalkolorit Häschenbar

Schon seit vielen Jahren sind die Theateraufführungen in Dodenhausen ein Höhepunkt im Veranstaltungskalender. Viele Fans kommen auch aus den umliegenden Ortschaften, um sich das Vergnügen nicht entgehen zu lassen. In diesem Jahr waren einige neue Gesichter auf der Bühne mit dabei, die sich als Talente erwiesen. Das Stück war mit viel Lokalkolorit etwas verändert worden, sodass aus einem Eroscenter mal eben die Löhlbacher Häschenbar wurde.

„Leberwurst und falscher Adel“ spielt im Wohnzimmer der Familie Fauler. Berta Fauler (Nicole Leeser) möchte ihre Tochter Manuela (Melanie Jäger-Möller) gern mit Rüdiger von Durstmacher (Christian Vaupel) verheiraten, um so den Zugang zur „Haute Wolaute“ zu gekommen. Der bestellte Butler Johann (Angela Kittel) erkrankt an Ziegenpeter und wird durch seinen Bruder Jakob (Peter Hessler) vertreten. Da der sich allerdings besser mit der Maurerkelle auskennt, sind Probleme vorprogrammiert.

Metzgermeister Otto Fauler (Lars Möller) würde ja lieber Fleischwurst statt Kaviar essen und seine Tochter lieber mit dem Bäcker Udo (Peter Kittel) verheiraten. Das Chaos nimmt seinen Lauf, als bei der Verlobungsfeier Lisa (Sabine Hofmeister), die als Toilettenfrau in der Häschenbar gearbeitet hat, und ihr Verlobter Hans (Elke Durchgraf) Rüdiger und seine Eltern erkennen. Der „keusche“ Rüdiger und sein Vater Karl von Durstmacher (Brunhilde Schneider) waren regelmäßig in der Häschenbar zu Gast und Lydia von Durstmacher (Sonja Hartmann) ist ihnen auch keine Unbekannte. Schnell stellt sich raus: Der Adelstitel ist gekauft und die Familie von Durstmacher pleite. Zur allgemeinen Verwirrung tragen auch noch die „liebestolle“ Oma Hulda (Marianne Weinand), der dichtende Robert (Dominik Hofmeister) und die schwangere Paula (Sandra Dörfler) bei.

Dichtkunst in Hochform

Das Publikum krümmte sich vor Lachen, als Marianne Wei­nand als Oma Hulda in den „tollsten“ Outfits gute Ratschläge gab, wenn Nicole Leeser als Berta Fauler besonders „fein“ sein wollte oder wenn Dominik Hofmeister als Robert mit seiner Dichtkunst zur Hochform auflief. Auch die Augenaufschläge und Mimik von Sonja Hartmann als Lydia von Durstmacher und die „Tollpatschigkeit“ von Peter Hessler als Butler strapazierten die Lachmuskeln.

In Reimform bedankten sich die Leiterin der Theatergruppe, Karin Hecker, und Regisseurin Rosel Hofmeister bei Käthe Kirschner und Brigitte Stremme für die Mithilfe hinter den Kulissen, bei allen Darstellern für die Geduld bei den Proben und bei den weiteren Helfern.

Das Stück wird am Freitag, 11. September, im Dorfgemeinschaftshaus von Dodenhausen erneut aufgeführt.

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