Anbau an das Feuerwehrhaus

Feuerwehr kämpft gegen das Wasser

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Mario Tschirner und Hans Paul von der Birkenbringhäuser Feuerwehr bringen sich zusammen mit ihren Kameraden tatkräftig ein, um den Wasserschaden in den Wänden der alten Schule wieder zu beheben. Fotos: Patricia Kutsch

Burgwald-Birkenbringhausen - Die Birkenbringhäuser bekommen einen Anbau für ihr Feuerwehrgerätehaus. Das Geld steht im schon Haushalt. Aber der Baubeginn verschiebt sich in das nächste Jahr: Schuld ist ein Wasserschaden. Mit viel Eigenleistung helfen die Bürger schon seit zwei Wochen, den Schaden zu beheben.

Bagger stehen an der alten Schule, frisch aufgeschüttete Erde zeigt, wo sie zuvor den Boden aufgerissen haben. Die kompletten Außenwände der alten Schule hat eine Firma freigelegt. Die Wände waren völlig durchnässt. Darum haben sich die Mitglieder der Birkenbringhäuser Feuerwehr gekümmert: In fast 200 Arbeitsstunden haben sie die freien Wände isoliert, die Drainage neu gemacht und mit Hilfe einer Firma die Baugruben wieder verfüllt.

Seit zwei Wochen sind die Feuerwehrleute immer wieder im Einsatz: „Drei bis vier Helfer sind immer hier“, sagt Wehrführer Hans Paul. Fast jeden Abend stünden sie an der Baustelle und würden helfen, die Wände wieder trocken zu bekommen. Von außen seien diese nun isoliert. Im Keller stehen zwei Trocknungsgeräte, um die Feuchtigkeit aus den Wänden zu bekommen. „Wir hoffen, dass die Wände nächstes Jahr getrocknet sind und wir in einem halben Jahr unsere Räume wieder sanieren können“, sagt Paul.

In der alten Schule hat die Feuerwehr einen Übungsraum für die Jugendfeuerwehr, im Untergeschoss einen Gruppenraum, ein Lager und die Bekleidungskammer der Gemeindewehren. „Der Boden im Jugendraum ist durch das Wasser beschädigt und müsste neu gemacht werden“, erklärt Paul. Und auch den Gruppenraum im Keller möchten die engagierten Brandschützer wieder herrichten. Die Arbeiten sollen aber nach und nach folgen, wie Paul erklärt.

Ein Heim für das neue Auto

Aufgefallen ist der Ausmaß des Wasserschadens vor wenigen Wochen, weil die Gemeinde bauen will: Neben der alten Schule steht ein Gerätehaus in dem das Feuerwehrauto steht. Die Lücke zwischen den beiden Gebäuden soll mit einem Anbau an das Gerätehaus geschlossen, die Garage aufgestockt werden. Denn wie der stellvertretende Wehrführer und Ortsvorsteher Mario Tschirner erklärt, soll die Birkenbringhäuser Wehr 2014 ein neues Feuerwehrauto bekommen. Ein größeres als das bisherige – und damit zu groß für das Gerätehaus. Außerdem brauche die Wehr eine zweite Garage für einen Mannschaftstransporter und einen Umkleideraum. „Die Umkleideräume müssen abgetrennt von der Fahrzeughalle sein – wegen der Giftstoffe im Abgas“, erklärt Paul. Bisher gebe es keine eigene Umkleide, in der die Spinde der Feuerwehrleute stehen.

„Der Anbau kommt an die Rückwand der alten Schule. Dort haben wir also die Feuchtigkeit messen lassen“, erläutert Paul. Dabei fiel dann auf, dass nicht nur die Rückwand, sondern alle rückwärtigen Wände des Gebäudes durchnässt seien und trocken gelegt werden müssen. Das verzögert den Baubeginn für das vergrößerte Gerätehaus.

Weiter geht es im Frühjahr

In diesem Jahr hatte die Gemeinde bereits Geld für den Baubeginn im Haushalt eingestellt. Die Bodenplatte sollte noch vor dem Winter gegossen werden – wenn es nach Plan gegangen wäre. Nachdem die Wände nun von außen isoliert sind, ist es laut Tschirner zu spät, um noch mit der Bodenplatte zu beginnen. „Jetzt fangen wir lieber zeitig im Frühjahr an, die Fläche auszubaggern“, erklärt er.

Auch die aufgebaggerte Fläche soll erst im Frühjahr zugepflastert werden. Wieder wollen die „Blauröcke“ diese Arbeit selbst übernehmen. Und auch für den kompletten Umbau des Gerätehauses haben sie der Gemeinde ihre Mitarbeit zugesagt. Neben der Bodenplatte steht laut Tschirner im nächsten Jahr der komplette Rohbau an. Der Innenausbau und der Putz an den Außenwänden sollen laut Paul dann 2014 folgen – bevor das neue Feuerwehrauto kommt. Insgesamt hat das Gemeindeparlament 95000 Euro für den Anbau bereitgestellt.

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