Vor dem Fifa-Turnier: HNA ohne Chance gegen Playstation-Profis

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Wollen wieder ein tolles Turnier auf die Beine stellen: (von links) Julius Müller, Samuel Roos, Jonas Dippel, Nicolai Geisert und Pascal Pärnt von der SG Birkenbringhausen/Haine.

Haine. Das Spiel ist keine 20 Minuten alt, da habe ich schon drei Gegentore kassiert. Ich, der HNA-Volontär, sitze im Jugendraum Haine und messe mich im Fußball-Videospiel „Fifa 2014“ mit vier fingerfertigen Playstation-Profis.

Pascal Pärnt, Julius Müller, Nicolai Geisert und Samuel Roos haben aus ihrem Hobby eine Veranstaltung gemacht: Die vier gehören zum zehnköpfigen Organisationsteam der SG Birkenbringhausen/Haine.

Der Verein sucht am 28. Dezember zum zweiten Mal den Frankenberger Kreismeister im Fifa-Fußball auf der Spielekonsole Playstation 3. „Wir hoffen, dass das Turnier ein ebenso großer Erfolg wird wie im vergangenen Jahr“, erzählt Samuel Roos, während er meine Spieler auf dem Flachbildfernseher wie Slalomstangen stehenlässt. Im vergangenen Jahr waren über 130 Leute von Hatzfeld bis Altenlotheim in das DGH Haine gekommen.

Gewonnen hatte damals Mustafa Kaya, dessen Kumpels ihn ordentlich angefeuert haben. „Das hatte schon Stadionatmosphäre“, sagt Nicolai Geisert und lässt den Ball traumwandlerisch sicher durch die eigenen Reihen laufen. Ich hingegen bin damit beschäftigt, hektisch Knöpfe auf dem Spielgerät zu drücken und den Ball aus dem Strafraum zu bolzen.

„Wir haben aus den Fehlern vom Vorjahr gelernt. Wir werden zwölf statt acht Spielstationen aufbauen. Und die Beamer liefern hochauflösende Bilder“, sagt Pascal Pärnt, der nach eigenen Angaben selten Fifa spielt. Für mich reicht es. Immerhin kassiere ich nur ein Gegentor, italienischem Spielsystem sei Dank: Hinten reinstellen und auf Konter lauern.

Blöd nur: Ich lauere vergebens, denn mein Spiel nach vorne findet nicht statt. Erbärmliche 3:42 Schüsse aufs Tor lautet meine Bilanz nach drei Spielen, die in Echtzeit 24 Minuten gedauert haben. 0:13 Tore ist die Ausbeute. Spaß hat es mir trotzdem gemacht.

Und so glaube ich Julius Müller aufs Wort, wenn er sagt: „Die Leute sind im vergangenen Jahr auf uns zugekommen und haben gesagt, dass wir das wiederholen müssen.“ Es handele sich schließlich um das einzige Turnier dieser Art im Umkreis.

Zum Schluss hole ich mir noch ein paar Tipps von den Profis ab: Unbedingt ein Team auswählen, dass zu einem passt, sagt Roos. Manche Spieler setzten auf Passspiel, wieder andere auf lange Bälle. „Jeder hat einen individuellen Spielstil“, versichert Roos.

Der wichtigste Tipp, da sind sich die Zocker einig, heißt üben, üben, üben. Extra Trainingslager würden jedoch nicht abgehalten, sagt das Quartett augenzwinkernd. Und Doping?, so die kritische HNA-Nachfrage. Das sei kein Thema. „Wir laufen herum und gucken, ob alles mit rechten Dingen zugeht“, sagt Müller. Und Roos ergänzt: „Wir plädieren an die Spieler, dass das Fair-Play eingehalten wird.“ Denn das Turnier soll vor allem eines machen: Spaß.

Von Matthias Hoffmann

Quelle: HNA

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