Finger-Haus baut erstmals Mehrfamilienhäuser - Projekt mit Uni

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Schon begonnen: Auf dem ehemaligen Gelände der Gärtnerei Freiling wird bereits gebaut.

Frankenberg. Zwei Wohngebäude mit insgesamt 14 neuen Wohneinheiten errichtet der Fertighaushersteller Finger-Haus derzeit auf dem ehemaligen Gelände der Gärtnerei Freiling in der Teichpforte in der Frankenberger Altstadt.

Die Erdarbeiten haben in der vergangenen Woche begonnen, die Fertigstellung ist für Juli bzw. August 2016 geplant. Finger-Haus, das deutschlandweit Eigenheime baut, beschäftige sich nun intensiv mit dem Thema „mehrgeschossiges Bauen“.

Die Zwei- bis Vier-Zimmerwohnungen werden Wohnflächen zwischen 80 und 120 Quadratmetern haben. „Sie sind für die Anforderungen altersgerechten Wohnens geplant“, sagt Finger-Haus-Geschäftsführer Klaus Cronau. Die Wohnungen auf allen vier Etagen seien rollstuhlgerecht und barrierefreundlich.

„Die beiden Mehrfamilienhäuser bilden eine beispielhafte Wohnanlage für energieeffizientes und umweltbewusstes Bauen“, teilt das Frankenberger Unternehmen mit. Hohe Ansprüche an Raumklima, Energieeinsparung und Ressourcenschonung hätten Finger-Haus veranlasst, ein Modellprojekt zu planen, das in Hybridbauweise und als Studienobjekt in Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen und der TU München im hiesigen Raum Maßstäbe setzen soll, erklärte Cronau.

Hybridkonstruktion heißt: Mischkonstruktion von Holzrahmenbau und Stahlbetonfertigbau. Dies vereine die Vorteile der optimal gedämmten äußeren Hülle als Holzrahmenkonstruktion mit den konstruktiven und brandschutzrechtlichen Vorteilen der Stahlbetonkonstruktion im mehrgeschossigen Wohnungsbau. So werde die für ein solches Gebäude außergewöhnlich gute Effizienzklasse KfW 55 erreicht.

Die Gebäude seien in enger Abstimmung mit den Genehmigungsbehörden und dem Denkmalschutz geplant worden: „Uns war sehr wichtig, dass sich die Häuser bezüglich Architektur und Fassadengestaltung harmonisch in die Altstadt einfügen und nicht als Fremdkörper empfunden werden“, so Klaus Cronau. Der größte Teil der Wohnungen soll nach Fertigstellung über einen örtlichen Makler vermietet werden. (nh/jpa)

Quelle: HNA

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