Frankenberg

FingerHaus investiert 5,6 Millionen

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- Frankenberg (jos). Der Umbau und die Erweiterung der Produktionshallen in der Frankenberger Auestraße sei eine der größten Investitionen in der Firmengeschichte des Fertighausherstellers, erklärte Geschäftsführer Klaus Cronau.

Gesellschafter, Geschäftsführung und Führungsmitarbeiter des Familienunternehmens FingerHaus begrüßten am Freitag Vormittag (Fach-)Journalisten aus ganz Deutschland in der Frankenberger Firmenzentrale, um die modernisierte und erweiterte Produktion vorzustellen. Der Geschäftsführer für den technischen Bereich, Klaus Cronau, nannte die Investitionen in Höhe von insgesamt rund 5,6 Millionen Euro ein „klares Bekenntnis zum Standort Frankenberg“. Kapazitätsgrenzen Der Fertighaushersteller sei zuletzt an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen. „Ursprünglich war das Werk für die Produktion von 350 Häusern pro Jahr ausgelegt“, erklärte Cronau. Mittlerweile baut das langsam, dafür aber stetig und nachhaltig gewachsene Unternehmen allerdings rund 600 Häuser pro Jahr. Mussten die FingerHaus-Mitarbeiter vor der Erweiterung der Produktionshallen noch im Drei-Schicht-Betrieb arbeiten, hat das Unternehmen mittlerweile wieder auf den Zwei-Schicht-Betrieb umgestellt. Das sei einerseits familienfreundlicher, erklärte Cronau gegenüber der WLZ-FZ. Andererseits ermögliche es dem Unternehmen aber auch, durch Überstunden Spitzen bei der Auftragslage abzufangen. Das sei im Drei-Schicht-Betrieb naturgemäß nicht möglich gewesen. Den wesentlichen Teil der Investitionen bildet ein Anbau an die Produktionshalle 1, die um 52 Meter verlängert wurde. Dadurch produziert FingerHaus nun auf einer Fläche von insgesamt 8200 Quadratmetern, hinzu kommen 3400 Quadratmer Hallenfläche für Lager und Logistik. Der Hallenanbau habe rund 1,5 Millionen Euro gekostet. In dem Anbau hat das Unternehmen eine so genannte Riegelwerkstation neu in Betrieb genommen. Kostenpunkt: 800 000 Euro. Die speziell für FingerHaus entwickelte Maschine ermöglicht eine weitere Automatisierung bei der Produktion von Wänden. Trotz aller Technik spielen nach wie vor die Mitarbeiter eine entscheidende Rolle, betonte Cronau gegenüber WLZ-FZ. Alle Schritte würden manuell überwacht. Weitere 750 000 Euro investierte das Unternehmen laut Cronau in neue Krananlagen, Produktionstische und Einbauplätze für Fenster und Sanitäranlagen. In Halle 2 ist außerdem eine neue Abbundanlage für 250 000 Euro in Betrieb genommen worden. Rund 550 000 Euro hat der Fertighaushersteller in eine Sprinkleranlage investiert. „Davon sind wir überrascht worden“, gestand Cronau ein – vor allen Dingen deswegen, weil ein Tank für die riesige Menge von 450 000 Litern Wasser installiert werden musste. Auch im Außenbereich hat sich bei FingerHaus in den vergangenen Wochen und Monaten einiges getan. Für 550 000 Euro hat das Unternehmen unter anderem neue Verkehrswege und einen weiteren Parkplatz angelegt. Außerdem hat der Fertighaushersteller auf den Dächern seiner Hallen eine Photovoltaikanlage installiert. Investitionssumme: 1,2 Millionen Euro. Nur durch „intensivsten“ Einsatz der Mitarbeiter und der am Bau beteiligten Unternehmen sei es möglich gewesen, die Erweiterung und den Umbau der Hallen ohne Auswirkungen auf die tägliche Produktion umzusetzen, betonte Cronau. Nach zwei Wochen Betriebsferien konnte die Produktion Anfang August regulär weiterlaufen.

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