Neuausrichtung bei Messe ISH vorgestellt

Viessmann in Allendorf/Eder steigert Umsatz auf 2,5 Milliarden Euro

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Das Viessmann Executive Board mit (von links) Joachim Janssen, Max Viessmann, Prof. Dr. Martin Viessmann und Dr. Ulrich Hüllmann zum Start der Messe ISH 2019.

Allendorf/Eder. Die Firma Viessmann in Allendorf/Eder setzt ihren Wachstumskurs fort. Nach einem starken Jubiläumsjahr 2017 ist der Umsatz 2018 erneut um rund 5 Prozent gestiegen – auf 2,5 Milliarden Euro.

Das berichtete das Unternehmen am Montag in einer Pressekonferenz bei der Messe "ISH Energy" in Frankfurt. Dort wurde auch die strategische Neuausrichtung des Familienunternehmens vorgestellt: vom reinen Heiztechnikhersteller zum Anbieter integrierter Lösungen für den kompletten Lebensraum.

Wie Prof. Dr. Martin Viessmann bei der Weltleitmesse betonte, treibe das Unternehmen seine fundamentale Weiterentwicklung in enger Partnerschaft mit dem Handwerk voran: "Nur wenn wir heute gemeinsam, verantwortlich und entschlossen handeln, werden wir auch in Zukunft erfolgreich sein. Und diese Partnerschaft über Generationen hinweg erstreckt sich nicht nur auf das Handwerk. Sie schließt auch die Menschen ein, die unsere Lösungen nutzen", so der Chairman der Viessmann Group. 

"Wer seine Heizung gegen eine moderne Viessmann Lösung tauscht, verbessert die CO2-Bilanz seines Haushalts um durchschnittlich eine Tonne pro Jahr. Das ist mehr als ein Zehntel der jährlichen Pro-Kopf-Emission in Deutschland.” Weltweit seien dies jedes Jahr 500.000 Tonnen an CO2-Einsparungen durch neue Viessmann-Lösungen. "Angesichts eines weltweiten Kohlendioxidausstoßes von mehr als 37 Mrd. Tonnen gibt es noch viel Luft nach oben für den Klimaschutz. Unseren Beitrag werden wir gemeinsam mit unseren Partnern entschlossen ausbauen,” so Prof. Viessmann.

Die Bilanz

Die Zahlen des Geschäftsjahres 2018 zeigten, dass die Neuausrichtung trägt: Zum Auftakt des zweiten Jahrhunderts der Firmengeschichte steigerte die Viessmann-Gruppe trotz des Verkaufs der Gießerei Weso-Aurorahütte den Umsatz um rund fünf Prozent auf 2,5 Mrd. Euro.

Besonders gut lief das Geschäft im Heimatmarkt Deutschland, wo ein Plus von mehr als 6 Prozent erzielt werden konnte. Auch im Ausland steigerten alle wesentlichen Märkte der Viessmann-Group ihren Umsatz - zweistellige Zuwächse erzielten Russland, Polen, Großbritannien, Spanien und der nordamerikanische Kontinent. Einzige Ausnahme war die Türkei, wo der Umsatz aufgrund des dramatischen Kursrückgangs der türkischen Lira spürbar unter Vorjahr lag. 

Bei den Produktsegmenten setzte sich der Trend zu hocheffizienten Wärmepumpen fort, mit einer Umsatzsteigerung von rund 20 Prozent in diesem Segment. Das mit Abstand stärkste Wachstum wies jedoch die Brennstoffzellenheizung auf, deren Absatz sich auf deutlich mehr als 2000 Stück verdoppelte. Damit sei es Viessmann gelungen, diese hochinnovative Technologie im Markt zu etablieren. 

Auch nach dem Weso-Verkauf blieb mit 12.000 die Zahl der Mitarbeiter in der Viessmann-Unternehmensgruppe weitgehend konstant. Insgesamt wurden mehr als 1600 Mitarbeiter neu eingestellt. Am Stammsitz in Allendorf arbeiten rund 4500 Menschen. (red)

Viessmann bei Messe ISH in Frankfurt

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