Firmenchefs gaben Ortenbergschülern praktische Tipps für den Beruf

Unternehmer als Lehrer: An der Ortenbergschule in Frankenberg stellten die heimischen Unternehmer (vorne von links) Monika Huft, Anja Henkel und Wilfried Neuschäfer künftigen Berufseinsteigern ihre Unternehmen vor. Hinten rechts: Marcel Himmelmann, der stellvertretende Schulleiter der Ortenbergschule. Foto:  mjx

Frankenberg. Viele Fragen mussten drei heimische Unternehmer in der Frankenberger Ortenbergschule beantworten. Die Firmenchefs standen interessierten Schülern Rede und Antwort.

„Die Unternehmer sollen dazu beitragen, unseren Schülern ein authentisches Unternehmerbild zu vermitteln“, erläuterte Marcel Himmelmann, der stellvertretende Leiter der Ortenbergschule. Die Schüler sollten aus erster Hand erfahren, wie ein Unternehmen funktioniert und wie eine Unternehmensidee erfolgreich umgesetzt werden kann.

Drei Unternehmer aus ganz unterschiedlichen Branchen gestalteten den Unterricht: Wilfried Neuschäfer von der Frankenberger Firma Neuschäfer Elektronik, Anja Henkel von Henkel-Heimdecor aus Battenfeld und Monika Huft von Gastronomie-mit-Herz aus Reddighausen. Interessierte Zuhörer waren rund 70 Schüler aus den Klassen 10a und 10b sowie 9b und 9c der Ortenbergschule. Für sie wird im Sommer der Start in das Berufsleben erfolgen.

Für den Austausch und die Gespräche mit den Unternehmern konnten sich die Schüler schon im Vorfeld in ein Thema einwählen. Beispielsweise führte Wilfried Neuschäfer den Jugendlichen nicht nur die betriebliche Realität vor Augen, sondern thematisierte auch die Anforderungen der Wirtschaft an den Nachwuchs. Dabei nahm Neuschäfer, der in Frankenberg an zwei Standorten zwei Unternehmen mit rund 100 Mitarbeitern führt, kein Blatt vor den Mund. Persönliches Engagement auch schon in der Schule sei eine wichtige Einstellungsvoraussetzung, sagte er: „Man muss eben auch die Bruchrechnung können.“ In seinem Unternehmen würden Techniker auch mit Kaufleuten zusammengebracht: „Jeder muss auch die Tätigkeit des anderen kennen.“

Vor allem gab der 55-Jährige, der sich schon mit 21 Jahren selbständig gemacht hatte, den jungen Leuten einen Rat mit auf den Weg: „Macht das, was euch Spaß macht.“ Dabei forderte er die Schüler dazu auf, immer zielstrebig zu sein und bei Rückschlägen die Zähne zusammenzubeißen.

„Ständig weiterbilden“ 

„Entscheidend ist, dass man die Sache konsequent durchzieht“, sagte Neuschäfer. Als wichtige Punkte im Berufsleben nannte er Pünktlichkeit, Benehmen am Arbeitsplatz, Fleiß und Lernbereitschaft: „Man muss sich heute ständig weiterbilden“, formulierte er eine klare Botschaft.

Den künftigen Berufseinsteigern gratulierte Neuschäfer zur gegenwärtigen Situation am Arbeitsmarkt: „Sie haben eine große Auswahl. Die Firmen sind auf der Suche nach guten Leuten.“ Auch jetzt könnten noch Bewerbungen für den kommenden Sommer eingereicht werden. (mjx)

Quelle: HNA

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