Originelles Vereinssingen zum 170-jährigen Bestehen des Männergesangvereins Battenberg – Sieg errang der Heimatverein

Fischerin vom Bodensee mit Blaulicht

Begeistert: „Schatzi, schenk mir ein Foto!“ wünschten die Sportler des TSV. Fotos: Strieder

Battenberg. Einen Auftakt nach Maß hatte das Battenberger Heimatfest aus Anlass des 170-jährigen Bestehens des Männergesangvereins. Die originelle Idee eines „1. Battenberger Vereinssingens“ kam hervorragend an, sorgte für beste Stimmung und gute Laune bei 500 begeisterten Festbesuchern. Den Sieg errang der Heimatverein.

Vorgegebenes Pflichtstück

Moderator dieses originellen Wettsingens war Chorleiter Peter Becker. Als vorgegebenes Pflichtstück hatten alle fünf „Chöre“ das Stimmungs- und Volkslied von der „Fischerin vom Bodensee“ zu intonieren.

Einige Gruppen ließen es sich nicht nehmen, das Lied auch textlich etwas zu verfremden, so sang der Heimat- und Kulturverein auch mal von der „Anglerin vom Ententeich“. „Da kam ein alter Kerl daher und bat sie um Geschlechtsverkehr“ hieß es dabei.

Ganz ohne Frauen traten die Chöre der „Gesangsbären“ (Turn- und Sportverein) und des Musikzugs auf, waren aber ansonsten bestens drauf und heizten die Stimmung in der Festhalle an.

Ihre „Fischerin“ samt Ruderboot mit Blaulicht und technischem Gerät brachten die Brandschützer der Feuerwehr mit auf die Bühne und ließen sie ihre Netze auswerfen.

Etwas steif wirkte lediglich der katholische Kirchenchor, der ganz ohne Gaudieffekte wie bei einem Wertungssingen oder Kirchenkonzert sang.

Eine fünfköpfige Jury (Bürgermeister Heinfried Horsel, Erster Stadtrat Georg Röse, Lisa Schluchter, Ingrid Staubus und Emma Stautzlow) gab verdeckt eine Punktebewertung ab: „Übung macht den Meister“ (5 Punkte), „Ok, war gut“ (10), „Super, toll gemacht“ (20) oder „Spitze“(30). Mit einer Schallpegelmessanlage wurde der Beifall des Publikums nach den Darbietungen gemessen, die erzielte Dezibel-Zahl wurde zu den Punkten der Jury addiert. Für Erheiterung sorgten spontane, originelle verbale Bewertungen von Georg Röse und Heinfried Horsel.

Als Lieder ihrer eigenen Wahl präsentierte der Musikzug „Wir sind Kameraden auf See“, die jungen Sportler wünschten „Schatzi, schenk mir ein Foto!“ „Wer muss her? Die Feuerwehr!“ sangen die Brandschützer.

Der Kirchenchor präsentierte ein Medley aus Gospels und Spirituals. Mit einer gelungenen Choreografie zum Ohrwurm „Im Wagen vor mir fährt ein schönes Mädchen“ traf der Heimatverein exakt den Geschmack der feierwilligen Festgäste. Solopartien sangen der Vorsitzende Dietmar Weber und Suzanne Marczinsky.

Am Ende musste der Kirchenchor trotz einer rein musikalisch guten Leistung mit dem fünften Platz vorlieb nehmen. Die Plätze zwei bis vier gingen in dieser Reihenfolge an den Musikzug, den TSV und die Feuerwehr.

Den Sieg errang der Heimatverein, dem MGV-Chef Jürgen unter dem Beifall der 500 Festbesucher einen riesigen Pokal überreichte.

Zu der Musik der Showband „Lechschwaben“ aus Bayern feierten die Battenberger bis zum frühen Morgen.

Von Erwin Strieder

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare