Verkehrsverein Dodenau organisierte Wanderung zu den „Kobolden der Nacht“

„Fledermäuse, die tollen Kerle“

Infos uns Spiele: Die Kinder hatten beim Fledermaus-Erlebnisabend Spaß, wie hier beim Zusammensetzen dieser Fledermaus-Teile. Foto: Schmidt

Dodenau. Fledermäuse sind interessante Tiere. Das stellten die Besucher des Fledermaus-Erlebnisabends in Dodenau fest. Im Wildgehege ging die Führung mit vielen Erklärungen zu den sogenannten „Kobolden der Nacht“ los und endete am Campingplatz an der Eder. Veranstaltet wurde der Abend vom Verkehrs- und Verschönerungsverein Dodenau.

Frank Seumer und Jens Schreiner vom Naturschutzbund (Nabu) erklärten den Teilnehmern, darunter auch einige Kinder, die Besonderheiten der Fledermäuse. Bei der Frage, wie sich die Tiere nachts orientieren, waren die Kinder ganz vorne mit dabei und erzählten, was sie wussten: Die Fledermäuse stoßen hohe Töne aus, den sogenannten Ultraschall. Dieser prallt von Gegenständen in der Umgebung ab – je nach dem, wie hart der Gegenstand ist, lauter oder leiser.

Anhand von Präparaten erklärte Seumer weitere Eigenschaften der Fledermäuse: So gibt es zum Beispiel eine Art, die besonders leise ruft. Um das Echo besser zu hören, haben diese Fledermäuse nicht nur sehr lange Ohren, sondern gleich vier Ohrmuscheln.

Erstaunlich ist auch die Spannweite der Tiere: Das „Große Mausohr“, die größte Fledermaus in unserer Gegend, spannt ihre Flügel 20 Zentimeter weit. Erstaunlich, denn mit angelegten Flügeln ist sie knapp so groß wie ein Hühnerei. Diese Fledermaus gibt es unter anderem in den Kirchen in Vöhl und in Gemünden. Die Fledermausart, die im Landkreis am häufigsten vorkommt, ist die „Zwergfledermaus“. Wie der Name sagt, ist sie sehr klein und sehr leicht. Sie wiegt etwa sechs Gramm, das ist soviel wie drei Gummibärchen. Besonders spannend war es, lebende Fledermäuse zu beobachten. Die Tiere mögen es gerne eng und kuschlig. Deshalb halten sie sich tagsüber auch schon mal in einem Vogelnistkasten auf. Die Gruppe hatte Glück und konnte im Dodenauer Wildgehege eine solche Gruppe beobachten. Über zehn Fledermäuse kuschelten sich in einem Nistkasten aneinander.

Unterwegs wurde die ersten Fledermäuse gesichtet, einige mithilfe von Detektoren. Diese Geräte machen die hohen Ruftöne der Fledermäuse für uns Menschen hörbar. An der Eder angekommen, waren auch die ersten Wasserfledermäuse schon aktiv. Sie fliegen ganz dicht über der Wasseroberfläche und fressen die Mücken, die sich dort aufhalten, bis zu 6000 Mücken pro Nacht. Kommentar eines Teilnehmers: „Prima Kerle!“ (sh)

Quelle: HNA

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