Fledermausabend der Naturschutzjugend: 17 Arten gibt es im Landkreis

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Fütterung von zwei verletzten Zwergfledermäusen: Das war ein Höhepunkt beim Fledermausabend anlässlich der Woche der Natur im Alten Bahnhof Gemünden.

Gemünden. „Faszination Fledermaus“ hieß der Titel eines Informationsabends mit der Frankenberger NABU/Naturschutzjugend anlässlich der Projektwoche „Natur und Umwelt“ im Alten Bahnhof Gemünden.

Fledermäuse, früher fälschlicherweise mit Dracula und Teufelsfiguren in Verbindung gebracht, besitzen außergewöhnliche Fähigkeiten. Über 900 Fledertierarten leben auf der Erde. Die größten Vertreter der einzigen fliegenden Säugetiere sind Flughunde, die tagsüber Obst und Früchte fressen. Europäische Fledermäuse sind nützliche Insektenjäger und nachts aktiv. Nur drei Arten in Südamerika ernähren sich heimlich von Tierblut, ohne den Opfern nennenswerten Schaden zuzufügen.

In Waldeck-Frankenberg sind bisher 17 Fledermausarten nachgewiesen – vom Großen Mausohr mit 40 bis hin zur winzigen Zwergfledermaus mit nur 20 Zentimetern Spannweise. Sie ist zugleich die häufigste Art und lebt immer in der Nähe des Menschen: Unter Hausdächern, an der Fassade oder hinter Balkenritzen suchen sich die „Zwerge“ schmale Verstecke.

Das Große Mausohr, nach FFH-Recht streng geschützt, besitzt in der Gemündener Stadtkirche eines von drei Sommerquartieren im Landkreis. NABU-Fachreferent Frank Seumer freute sich über eine wachsende Population. Anfang Juni hatte er 59 Tiere beim abendlichen Ausflug aus der Kirche gezählt. Mausohren jagen in ausgedehnten Laubwäldern dicht über dem Boden nach Käfern. Andere Arten ernähren sich von Nachtfaltern, Zuckmücken, Schnaken oder auch Spinnen.

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Quelle: HNA

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