123 Kilometer Strecke

Fluss gab die Route vor: Hunderte Radfahrer bei Eder-Bike-Tour

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Familienausflug: Die Frankenberger Elke und Günter Drothler nutzten die Eder-Bike-Tour zusammen mit den Enkelkindern Eileen und Finn zu einem Familienausflug. Hier ging es über die hölzerne Ederbrücke zwischen kleiner und großer Wehrweide.

Frankenberg. Kaum Steigungen, sanfte Abfahrten, Nadelhölzer und Fachwerkhäuser rechts und links des Weges: Die Eder-Bike-Tour war am Sonntag für die Zweiradfahrer grün und abwechslungsreich, die Strecke sehenswert.

Der Fluss gab die Route vor, der alle folgten - von Bad Berleburg-Aue bis nach Fritzlar über eine Strecke von 123 Kilometern. Die wenigsten Teilnehmer der Tour legten zwar den gesamten Weg zurück - die meisten wählten kleinere Etappen - aber alle hatten ihren Spaß.

Hunderte waren auf der Strecke, auch viele Kinder zusammen mit ihren Eltern. „Die Tour ist mehr als die Summe der zurückgelegten Kilometer“, bilanzierte der Frankenberger Ralf Fröchtenicht: „Eine tolle Strecke, das Mittelgebirge lässt grüßen.“ Er nahm die Eder-Bike-Tour auch als sportliche Herausforderung: Zusammen mit rund 50 anderen Teilnehmern war er mit dem Bus nach Bad Berleburg-Aue gereist, anschließend ging es mit dem Fahrrad zurück nach Frankenberg. Die 54 Kilometer schaffte Fröchtenicht in weniger als zwei Stunden - unter dem Strich ein Schnitt von 30 Stundenkilometern. Anschließend ging es für den Frankenberger weiter zum Bike-Festival nach Willingen - allerdings nicht mehr auf zwei Rädern.

Den blauen Himmel und das sonnige Wetter genossen Dieter Büntgens, Hubert Weckesser und Norbert Noll aus Allendorf-Eder. Sie legten 45 Kilometer zurück: „Das reicht für einen Sonntag“, sagten sie.

Tolle Kulisse: Für Elisabeth Weller aus Wunderthausen und Jürgen Ante aus Hallenberg führte die Tour an der Walkemühle vor den Toren Frankenbergs vorbei.

Vom Eder-Radweg schwärmten Helmut Maurer aus Niederorke und Ewald Achenbach aus Biedenkopf: „Der Eder-Radweg ist einer der schönsten.“ Maurer legte bei der Tour 140 Kilometer zurück, Achenbach strampelte 80 Kilometer. Unterwegs gab es Stationen - nicht nur zum Verweilen und zum Auftanken der Kondition, sondern auch um Stempel zu sammeln. An jeder Station bekam man auch einen Stempel in den Fahrradpass als Nachweis des zurückgelegten Weges.

Mit drei Stempeln durfte man an einer Verlosung von Fahrradgutscheinen teilnehmen - diese findet in zwei Wochen statt.

Frank Jeude aus Haine, der nach einem Unfall seit 20 Jahren im Rollstuhl sitzt, war bei der Tour sogar mit einem Handbike unterwegs. Er konnte aber nur bis Viermünden fahren. „Leider kann ich nicht bis zum Edersee fahren, weil die Tour ab Viermünden zu steil für mich wird.“ Es war einer der wenigen Kritikpunkte an der Eder-Bike-Tour. (mjx)

Eder-Bike-Tour

Quelle: HNA

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