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HNA forderte Fifa-Kreismeister an der Playstation heraus

Waldeck-Frankenberg. HNA-Volontär Florian Künemund hat den Kreismeister Timo Beumker im Playstation-Fußballspiel Fifa 15 herausgefordert. Der Favorit gewann 3:0. Danach verriet er sein Erfolgsrezept.

Voll bei der Sache: HNA-Volontär Florian Künemund (links) und Fifa-Kreismeister Timo Beumker schauen konzentriert auf den Bildschirm und steuern ihre Teams mit Controllern. Fotos: Christine Heinz

Loic Rémy trifft nach 16 Minuten zum 1:0 für den FC Chelsea, in Minute 78 lässt der belgische Superstar Eden Hazard das 2:0 mit einem direkt verwandelten Freistoß folgen, ehe Mohamed Salah sechs Minuten vor Ende nach einem klassischen Konter den 3:0-Todesstoß setzt. Nein, das ist nicht etwa die Torfolge des Londoner Fußballclubs aus einer Partie in der englischen Premier League, sondern in groben Zügen der Spielverlauf meiner Begegnung mit dem Fifa-Kreismeister Waldeck-Frankenbergs, Timo Beumker.

Der 27-Jährige ist in Vöhl aufgewachsen, lebt aber seit einem Jahr bei seiner Freundin in Korbach. Nachdem er sich gegen eine Konkurrenz von über 50 Mitstreitern beim Kreisvergleich in dem auf der Spielkonsole Playstation animierten Fußballspiel Fifa 15 durchsetzte (HNA berichtete), forderte ich ihn heraus. Am Schluss aber bleibt mir nur die Gratulation an einen verdienten Sieger.

Timo Beumker, der mich in seiner Wohnung zum Showdown empfängt, entscheidet sich für Chelsea, ich für Real Madrid. „Mit dem Team kann ich bei Fifa am besten umgehen. Im echten Leben bin ich Dortmund-Fan“, sagt der Hobby-Zocker, der mit der zweiten Aussage gleich Sympathiepunkte bei mir sammelt. Doch während des zwölf Minuten andauernden Spiels nehmen wir beide die Sache sehr ernst und beschränken unsere Kommunikation auf ein Minimum.

Nach nur 16 Minuten fiktiver Spielzeit - die echte Dauer eines Fußballspiels von 90 Minuten ist auf zwölf Minuten umgerechnet - nutzt mein Gegner einen Fehlpass im Aufbauspiel gekonnt aus, schaltet blitzschnell um und schickt den pfeilschnellen französischen Angreifer Rémy, der sicher zur Führung vollstreckt.

„Ich spiele seit langer Zeit Fifa, mittlerweile noch um die zwei Mal die Woche.“

Sofort merke ich, dass ich mir keinen einzigen Fehlpass erlauben darf, sonst wird das zweite Gegentor schnell folgen. Die Partie ist jetzt vor allem taktisch geprägt, Torraumszenen bleiben Mangelware. In Minute 78 kann ich mir bei einem wiederum überfallartigen Gegenangriff des Kreismeisters nur mit einem Foul an der Strafraumgrenze helfen. Den fälligen Freistoß lenkt Beumker geschickt in den Torwinkel.

Nun bin ich gezwungen, alles zu riskieren. Doch meine Angriffe sind nicht schnell genug. Der Kreismeister hat die flotteren Finger und hält mich vom eigenen Tor weg. Das Resultat ist der endgültige K.o. durch das 3:0 von Joker Salah. „Ich habe aus einer sicheren Abwehr heraus gespielt, kaum Chancen von dir zugelassen und selbst die entscheidenden Nadelstiche per Konter gesetzt“, sagt Timo Beumker nach Spielende und einem gerechten Ergebnis zu mir.

Neben Reaktionszeit und einem gewissen Talent mache bei dem Spiel vor allem die Übung den Meister, so Beumker. „Ich spiele seit langer Zeit Fifa, mittlerweile noch um die zwei Mal die Woche.“ Bei mir beschränkt es sich auf ein Mal die Woche. Und noch ein Erfolgsrezept verrät Timo Beumker: „Ich trete immer mit viel Ruhe und Coolness auf.“ Diese Eigenschaften haben mir in der Tat an einigen Stellen gefehlt. Das hat sich vor allem darin geäußert, dass ich mir Fehlpässe erlaubt habe, die direkt oder indirekt zu den Gegentoren geführt haben.

Von Florian Künemund

Quelle: HNA

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