Frankenberg

Fortbestand der EGF ist gesichert

- Frankenberg (jos). Die E.ON Mitte AG bleibt dauerhaft Partner der Energiegesellschaft Frankenberg (EGF). Die Zusammenarbeit ist in einem bei der EGF-Gründung geschlossenen Konsortialvertrag geregelt, der 2010 ausgelaufen wäre. Diese Befristung wurde jetzt aufgehoben.

Seit 1999 versorgt die EGF die Menschen in Frankenberg und den Stadtteilen mit Strom, Erdgas, Wasser und Wärme. Unter dem damaligen Bürgermeister Helmut Eichenlaub war das Unternehmen aus den Stadtwerken heraus gegründet worden. Gesellschafter der EGF sind die Stadt Frankenberg mit 60 Prozent und die E.ON Mitte AG (damals EAM) mit 40 Prozent der Unternehmensanteile.

Die Zusammenarbeit mit E.ON sei zunächst eine „Partnerschaft auf Zeit“ gewesen, erklärte Bürgermeister Christian Engelhardt, der bei der EGF Vorsitzender des Aufsichtsrates ist. Das Bundeskartellamt habe seinerzeit eine unbefristete Partnerschaft nicht ermöglicht, deshalb sei die Laufzeit auf zwölf Jahre begrenzt worden. Mittlerweile sei es allerdings möglich geworden, die Befristung aufzuheben. Das ist am Mittwoch geschehen: Bei einem Frankenberger Notar unterzeichneten Engelhardt, EGF-Geschäftsführer Karl-Heinz Schleiter und E.ON-Vorstandsmitglied Georg von Meibom die entsprechenden Verträge.

Engelhardt berichtete, dass neben der Herausnahme der Befristung auch die Kompetenzen durch das Vertragswerk „neu justiert“ würden: „Die unternehmerische Freiheit der EGF wird gestärkt“, betonte der Rathauschef. Das ermögliche der EGF, sich künftig verstärkt als Energiedienstleister auch für Frankenbergs Nachbarkommunen zu profilieren.

Bürgernah, unbürokratisch und wettbewerbsfähig soll die EGF sein, betonte Engelhardt. Unter dieser Maßgabe sei das Unternehmen gegründet worden – und in den vergangenen Jahren seien wichtige Erfolge erzielt worden. Geschäftsführer Schleiter fasst die Entwicklung in einen Satz zusammen: „Wir sehen uns nicht mehr als reinen Energielieferanten, sondern als Energiedienstleister.“

Kernkompetenzen der EGF seien die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung für Kommunen, die Lieferung von Wärme, Kälte und Durckluft für industrielle Kunden und die technische Betriebsführung von Netzen. Aber auch die Bereiche Installation und Bau von technischen Anlagen sowie Prozess- und Energiedatenmanagement seien wichtige Geschäftsfelder. Schleiter: „In dem Bau von energieeffizienten Anlagen sehen wir unsere Zukunft.“ Die E.ON Mitte AG sehen Engelhardt und Schleiter als „idealen Partner“.

Genau das wolle der Energiekonzern auch sein, betonte Vorstandsmitglied Georg von Meibom am Mittwoch gegenüber der FZ. „Wir sind starker Know-How- und Finanz-Partner, der auch ein bisschen was im Kreuz stehen hat“, spielte der Manager auf die Wirtschaftskraft des Energieriesen an.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare