Straßenbauarbeiten

Fräse frisst sich bei Allendorf-Haine tief in den Asphalt

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Straßenbauarbeiten: Die Bundesstraße 253 erhält zwischen Röddenau und Haine eine neue Fahrbahndecke. Hier ist eine große Asphaltfräse im Einsatz. 

Zwischen den Anschlussstellen Röddenau und Haine wird die Oberfläche der Bundesstraße 253 für rund 800.000 Euro erneuert. Die HNA hat sich vor Ort informiert. 

Der Lärm ist ohrenbetäubend. Im Schneckentempo frisst sich die riesige Fräse bei Allendorf-Haine in den Asphalt der Bundesstraße 253. „Das ist eine unserer großen Fräsen“, sagt Sascha Köhler, Polier der Korbacher Tiefbaufirma Rohde. „Die kleineren Fräsen schaffen eine Breite von 50 Zentimetern. Diese hier kann 2,20 Meter breit fräsen.“

Über ein Förderband fliegen die abgefrästen Asphaltstücke auf die Ladefläche eines Lastwagens, den die Fräse mit Hupzeichen quasi vor sich her schiebt.

Auf der rund 3,3 Kilometer langen Baustrecke zwischen dem Allendorfer Ortsteil Haine und Frankenberg-Röddenau wird die Fahrbahn erneuert. Für rund 800 000 Euro erhält die viel befahrene Bundesstraße zwei neue Asphaltschichten: eine Binder- und eine Deckschicht. Aber zuerst muss der alte Belag runter. Zwischen acht und zwölf Zentimeter tief wird der Asphalt dafür abgefräst.

23 Lastwagen – 18 Sattelschlepper und fünf Vierachser – stehen zum Abtransport des Fräsgutes bereit. „Wir lassen rund 2600 Tonnen pro Tag in unseren Steinbruch nach Diemelsee-Adorf bringen. Dort wird das Material recycelt und dann wieder eingebaut“, erzählt Sascha Köhler. 28 Mitarbeiter sind auf der Baustelle zwischen Haine und Röddenau im Einsatz.

Für die Arbeit haben die Mitarbeiter der Firma Rohde nur zwei Wochen Zeit. „Am 12. August muss die Straße wieder frei sein“, bestätigt Polier Köhler. Auch die Leitplanken werden erneuert, die Bankette an vielen Stellen reguliert. Das alles kostet viel Zeit. „Das Abfräsen muss bis Mittwoch erledigt sein“, betont Sascha Köhler.

Gesperrt: In Höhe des Kreisels Röddenau geht es derzeit nicht weiter. Der Verkehr wird umgeleitet. 

Viele Autofahrer, die sich gerade über den Umweg über Birkenbringhausen (Nahverkehr) oder Münchhausen (Fernverkehr) ärgern, bezweifeln die Notwendigkeit dieser Streckenerneuerung. Die Straße sei „doch noch gut“ gewesen, war zu hören. Polier Köhler sieht das anders. Viele Lkw-Fahrer hätten sich beschwert, dass die Fahrbahn zwischen den beiden Röddenauer Abfahrten mal Gefälle zur linken, mal zur rechten Seite gehabt hätte. Darüber hinaus habe es viele Spur- und Längsrillen im Asphalt gegeben, die man als Pkw-Fahrer vielleicht nicht bemerke. „Aber bei Frost im nächsten Winter kommt das alles hoch.“

Um Verständnis bittet Sascha Köhler auch dafür, dass der Radweg parallel zur Bundesstraße nicht als Umleitung frei gegeben wurde. „Das hat schon nicht funktioniert, als wir in Haine die Ortsdurchfahrt erneuert haben“, sagt Köhler. Der Radweg sei zu schmal und nicht für den Schwerlastverkehr geeignet.

Bereits diesen Donnerstag will die Firma Rohde die erste Asphaltschicht auf der Bundesstraße aufbringen. Dazu wird ein extra breiter Kettenfertiger nach Haine gebracht, der den neuen Asphalt auf einer Breite bis zu 9,50 Metern verteilen kann.

Zuvor wird der Staub vom Fräsen noch per Hochdruck-Strahler entfernt – damit auch alles dicht ist und kein Wasser eindringen kann.

Wenn die B 253 zwischen Röddenau und Haine am 12. August wieder befahrbar ist, können die Menschen im Raum Burgwald aufatmen, die derzeit mit dem Umleitungs-Verkehr leben müssen.

Für die Straßenbauer der Firma Rohde geht es dann mit der Rampe südwestlich von Röddenau weiter.

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