Bürgermeisterwahl in Gemünden

Frank Gleim will eine zweite Runde

Gemünden - Der Beruf bereitet ihm Freude, einige Aufgaben seiner ersten Legislaturperiode sieht er als noch nicht abgeschlossen an - weitere möchte er gerne selbst anschieben: Frank Gleim möchte Bürgermeister Gemündens bleiben.

Frank Gleim möchte auch eine zweite Amtszeit lang für die Bürger der Stadt Gemünden Ansprechpartner sein. Das erklärte der Bürgermeister der Wohrastadt im Gespräch mit der Frankenberger Zeitung. „Ich werde auf jeden Fall wieder kandidieren“, sagte er über die Wahl im nächsten Jahr. Der Beruf des Bürgermeisters bereite ihm viel Freude - „Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn die Gemündener Bürger sich wieder für mich aussprechen“, sagte er. Auch sehe er einige der von ihm begonnenen Projekte noch nicht als fertig umgesetzt an - und hat weitere Pläne für die Stadt im Südkreis.

Seine erste Amtszeit prägte und prägt weiterhin insbesondere die schwierige finanzielle Situation der Stadt an der Wohra. „Das ist ein noch nicht ausgestandenes Thema“, klagte der Bürgermeister, der in den nächsten Wochen auch den Haushalt für das Jahr 2014 einbringen muss. Dass die Thematik auch eine zweite Amtszeit bestimmen würde, sei ihm bewusst - dennoch versuche er, trotz allem auch für die Zukunft zu gestalten. Als Belege dafür nannte Gleim exemplarisch die Vereinbarung mit der Alpla über die Lieferung von Wärme an das Schwimmbad. Ebenso erwähnte er die fortschreitenden Planungen für die Windkraft-Anlagen auf dem Graurück sowie das Nahwärme-Projekt für die Altstadt. Insbesondere letztere Themen möchte Gleim über die reine Planungsphase hinaus begleiten - in einer weiteren Amtszeit. „Mich bewegt das Energie-Thema“, sagte er, auch mit Blick auf seine eigene berufliche Vergangenheit.

Die interkommunale Zusammenarbeit habe - auch dank der guten Kommunikation mit den fünf weiteren beteiligten Bürgermeistern - während seiner Amtszeit große Fortschritte gemacht, blickte Gleim zurück. Das gleiche gelte für den Dienstleistungsverbund der Stadt, der in seiner Amtszeit gegründet wurde. „Er ist wichtig für die Darstellung der Stadt Gemünden, eben weil nicht nur die Geschäftsleute darin vertreten sind“, sagte Frank Gleim.

Schließlich habe es die Stadtverwaltung geschafft, dass Gemünden an das AST-System angeschlossen wird. „Das hatten wir vorher nicht und das ist etwas, was den Bürgern sehr am Herzen liegt“, sagte der Stadtvater. „Bürgernähe lebe ich - zumindest glaube ich das. Entscheiden müssen es aber die Bürger der Stadt Gemünden“, warb er für eine positive Bewertung seiner ersten Amtszeit am Wahltag.

Als „unschönes Thema“, auch für eine mögliche zweite Legislaturperiode, bezeichnete Gleim die Kläranlage. „Ich möchte niemandem Vorwürfe machen. Aber ich hatte die Aufgabe, mich dieses Themas annehmen zu müssen“, erinnert er an die Notwendigkeit einer Entscheidung für eine Sanierung oder einen Neubau. Letzteren sieht er, trotz heftiger Wiederstände im Parlament, bis heute als „alternativlos“ an.

Schließlich bewegt Frank Gleim noch immer das Thema Steinweg. Für die Hauptstraße der Stadt war einige Zeit eine umfassende Sanierung im Gespräch, die schließlich gekippt wurde. „So ehrlich muss man sein: Dafür haben wir die Mittel nicht“, räumte der Rathauschef ein. Nur über Fördergeld durch das Programm „Soziale Stadt“ sei ein Umbau nicht zu stemmen, für mehr habe Gemünden jedoch kein Geld. Dennoch müsse auch weiterhin darüber nachgedacht werden, wie die stark befahrene Straße sicherer gemacht werden könne. Die beschränkten finanziellen Möglichkeiten „sollten uns nicht hindern, in abgespeckter Form Lösungen für Verkehr und Fußgänger zu finden“, steckte sich Frank Gleim selbst ein Ziel für eine mögliche zweite Amtszeit.

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