Frankenau

Frankenau entscheidet sich für die EWF

- Frankenau (apa). Vom Wechsel von Eon-Mitte zur Energie Wal­deck-Frankenberg GmbH sind sieben bisherige Eon-Mitarbeiter aus Frankenau betroffen. Sie haben das Angebot erhalten, künftig zu gleichen Konditionen für die EWF zu arbeiten.

Es war deutlich zu spüren, dass den Stadtverordneten die Entscheidung über die Neuvergabe der Konzession nicht leichtfiel. „Die wenigsten von uns haben gut geschlafen“, sagte Bürgermeister Björn Brede. Schließlich ging es in der Sitzung des Parlaments nicht nur um die Rechte für die Stromleitungen für die nächsten 20 Jahre, sondern auch um das Schicksal von sieben Frankenauern, die bei Eon angestellt sind. Die Absicherung, dass sie weiterhin wohnortnah Arbeit haben, sollte bei der Entscheidung ebenso schwer wiegen wie die Frage nach den finanziellen Vorteilen, betonte Björn Brede.

Der Haupt- und Finanzausschuss gab trotz ausführlicher Gespräche keine Empfehlung ab und auch große Einigkeit war nicht zu erkennen: Die Entscheidung fiel mit zehn Ja-Stimmen für den Wechsel von Eon zur EWF, sieben Parlamentarier stimmten dagegen, einer enthielt sich der Stimme.

EWF und Eon Mitte mussten bis zum 18. Januar ihr finales Angebot abgeben, damit das Parlament noch vor der Kommunalwahl im März entscheiden konnte. Bevor es am Montag­abend zur Abstimmung kam, erläuterte Brede auch für die zahlreichen Zuhörer, wie sich die Angebote der beiden Bewerber unterschieden.

Entscheidend für die meisten Stadtverordneten waren die Aussagen zum Thema Arbeitsplätze: Während Eon der Stadt gegenüber zugesagt hatte, dass die Mitarbeiter „im Konzern“ bleiben könnten, machte EWF-Geschäftsführer Stefan Schaller das Angebot, diese Mitarbeiter zu übernehmen und ausschließlich im Landkreis zu beschäftigen – und zwar zu exakt den gleichen Konditionen, zu denen sie derzeit bei Eon angestellt sind: Lohn, Kündigungsfristen, Rentenansprüche und Aufstiegschancen werden „eins zu eins“ auf die neue Arbeitsstelle übertragen. Bis zum 30. Juni 2012 müssen sich die Mitarbeiter entscheiden, ob sie bei Eon bleiben oder das Angebot der EWF annehmen wollen.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Mittwoch, 26 Januar.

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