MINT-Messe in Frankenberg

Edertalschüler entwickeln Roboter für den Zauberwürfel

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Tim Depner (18), Philipp Geil (19) und Bastian Engel (18) von der Edertalschule entwickeln einen Roboter, der den Zauberwürfel lösen kann. 

Bei der MINT-Messe haben Schüler der Edertalschule in Frankenberg ihre Projekte im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – kurz MINT – vorgestellt. 

„Die Naturwissenschaften verstecken sich an unserer Schule nicht“, sagt der Schulleiter der Edertalschule in Frankenberg, Claus-Hartwig Otto. Wie viel Erfinder- und Entdeckergeist an der Schule besteht, haben die Schüler am Dienstag gezeigt: Bei der MINT-Messe haben sie vorgestellt, was sie in diesem Jahr in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik entdeckt, erforscht und entwickelt haben.

Schülerinnen testen Nitratgehalt in der Eder

Zwei Jahre haben die Schülerinnen Marie und Marleen regelmäßig den Nitratgehalt in der Eder, im Stiedenbach und im Trinkwasser getestet. „Teilweise wurde ein Wert von über 45 mg pro Liter überschritten“, erklären sie bei der Präsentation ihres Projekts in der gut gefüllten Kulturhalle. 

Ab einem Gehalt von 50 mg pro Liter sei das Trinkwasser jedoch vor allem für Babys und Kleinkinder gefährlich. Mit ihren Ergebnissen wollen sie, wie vier weitere Projektgruppen der Edertalschule, am Wettbewerb „Jugend forscht“ in Kassel teilnehmen.

Experimente mit Wasser: Lena (links, 14) und Evelin (15) zeigen bei der MINT-Messe, dass heißes Wasser eine geringere Dichte hat und nach oben steigt.

Reduzierung von Müll und Roboter für den Zauberwürfel

Andere Schüler stellten zum Beispiel Projekte zur Reduzierung des Mülls an der Edertalschule und die Entwicklung eines Zauberwürfel-Roboters vor. Für den „Rubinator 3000“ – angelehnt an den englischen Begriff „rubik’s cube“ für Zauberwürfel – haben die Schüler Tim Depner (18), Philipp Geil (19) und Bastian Engel (18) zunächst eine Software programmiert und bauen nun den dazugehörigen Zauberwürfel-Dreher, der den Würfel über Kameras erfasst und dann durch Schrittmotoren in die richtige Position dreht. 

Schüler arbeiten seit einem Jahr an dem Projekt

„Das Prinzip hinter dem Zauberwürfel ist ziemlich einfach. Wir haben uns gefragt, ob man das auch programmieren kann“, erklärten sie. Bereits seit einem Jahr arbeiten sie an ihrem Projekt, zwischen 150 und 200 Stunden haben sie neben der Schule in die Entwicklung gesteckt. Noch funktioniert nicht alles perfekt, aber „wir sind kurz vor dem Ziel“.

Einen Roboter, der die Größe und die Farbe von Legosteinen erkennt, haben (von links) Co nrad (14), Noah (15) und Cedric (15) entwickelt.

250 Schüler haben an der Messe teilgenommen

Rund 250 Schüler haben über Wahlpflichtunterricht, AGs und „Jugend forscht“-Projekte in diesem Jahr an der Messe teilgenommen. „Das Spektrum der Ergebnisse finde ich sehr faszinierend“, sagt Oliver Blinn, MINT-Koordinator für den Fachbereich Mathematik, der für die Organisation der Messe verantwortlich war.

Die Edertalschule hat einen Schwerpunkt für MINT-Fächer und ist Teil des Excellence-Netzwerks MINT-EC, dem deutschlandweit 325 Schulen angehören. In Nordhessen ist die Edertalschule eine von insgesamt vier Schulen, die Teil des Netzwerks sind.

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