Edertalschule erhält Staatspreis für alternative Energiegewinnung

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Edertalschule erhält Staatspreis für alternative Energiegewinnung

Frankenberg. Wer in 20 Jahren in einem Algenkerosin betriebenem Flugzeug vom Boden abhebt, der hat das möglicherweise auch drei Schülerinnen der Edertalschule in Frankenberg zu verdanken.

Für ein Projekt zu Mikroalgen als Energielieferanten haben sie jetzt von Ministerin Lucia Puttrich den Staatspreis für intelligente Energie verliehen bekommen. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert. Schule und Schülerinnen teilen sich das Preisgeld.

„Ein Flugzeug mit Elektrizität anzutreiben, das funktioniert nicht. Der Motor wäre zu schwer“, sagt Björn Croll. Er ist Lehrer für Biologie und Chemie an der Frankenberger Edertalschule und hat das Mikroalgen-Projekt vor drei Jahren ins Leben gerufen. „Es braucht also einen Ersatz zum Kerosin.“ Den könnten winzige Algen liefern.

Die Algen werden getrocknet und ihr Fett herausgelöst. Aus ihm lässt sich Treibstoff herstellen – ähnlich wie Biodiesel, nur besser. „Beim Rapsanbau etwa wird Ackerland genutzt, auf dem eigentlich Nahrungsmittel angebaut werden könnten“, sagt Croll.

Algen hingegen könne man auf Brachflächen anbauen. Doch wie kultiviert man die winzigen Lebewesen am besten? Was halten sie aus und was nicht? Diesen Fragen gehen die drei Schülerinnen in Frankenberg nach.

„Wir haben die Algen eingefroren, um zu sehen, wie sie auf extreme Kälte reagieren“, sagt Janina Meyer, die gemeinsam mit ihren Mitschülerinnen Stephanie Koch und Laura Dzubiella die Algen unter die Lupe nimmt. „Interessant wäre beispielsweise zu schauen, wie die Algen auf Salzwasser reagieren“, sagt Laura. Das sind wichtige Fragen. Sie können klären, unter welchen Bedingungen man die Algen am besten anbauen kann.

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Quelle: HNA

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