Ab Januar 2019 

Elektro Jonietz zieht in die Frankenberger Fußgängerzone

Hereinspaziert: Die Geschäftsführer Kai und Tim Jonietz (von links) zeigten Bürgermeister Rüdiger Heß, André Kreisz (Vorsitzender Kaufmännischer Verein) und David Grassinger (Initiative BID) die neuen Räume in der Fußgängerzone.

Frankenberg. Neuzugang für die Frankenberger Fußgängerzone: Die Firma Elektro Jonietz zieht in die Neustädter Straße – in die Räume der ehemaligen Filiale der Bäckerei Müller gegenüber dem Illerhaus. 

Am 1. Februar 2019 soll Eröffnung sein.

„Wir wollen helfen, die Fußgängerzone zu beleben, damit ein bisschen Schwung reinkommt“, sagt Tim Jonietz, der die Elektro-Firma zusammen mit seinem Bruder Kai führt. Hauptgrund für den Umzug sei aber ein anderer: „Die Geschäftsräume in der Uferstraße sind uns zu groß geworden.“ Das Einkaufsverhalten der Kunden habe sich in den vergangenen Jahren „gravierend verändert“. Auch personell und betrieblich habe sich die Firma Jonietz im vergangenen Jahr neu aufgestellt.

Etwa 120 Quadratmeter Ladenfläche hat Familie Jonietz in ihrem bisherigen Geschäft, das bis zum Umzug weiter geöffnet haben wird. Hinzu kommt dort eine Werkstatt, um Kleingeräte zu reparieren. „Das machen wir zukünftig bei uns im Haus“, sagt Tim Jonietz und meint das Wohnhaus mit den Firmenbüros Auf dem Gericht in Frankenberg.

Der neue Laden in der Neustädter Straße 12 wird 80 Quadratmeter groß sein. Das Angebot an Geräten – vom Rasierer bis zur Waschmaschine – und Dienstleistungen werde das gleiche sein wie bisher, sagen die Brüder. Und auch der neue Laden soll Anlaufstelle für Kunden sein, um Aufträge und Termine für Installationen abzusprechen.

Hoffnung auf mehr Laufkundschaft

„Wir erhoffen uns auch etwas mehr Laufkundschaft in der Fußgängerzone“, sagt Sonia Jonietz, Ehefrau von Tim Jonietz, die wie Susanne Trost, die Lebensgefährtin von Kai Jonietz, in dem Familienbetrieb mitarbeitet. Und die Firma verspricht sich von dem Umzug, künftig bei den Stadtfesten mehr eingebunden zu sein. Das sei zwei Straßen weiter in der Uferstraße nicht der Fall gewesen.

Elektro Jonietz gibt es seit 1984, seit 1997 als Mieter in der Uferstraße. Neben den Familienmitgliedern beschäftigt die Firma fünf Facharbeiter und zwei Auszubildende.

Dankbar sei die Familie, dass der Eigentümer des Gebäudes in der Fußgängerzone sofort seine Unterstützung signalisiert habe. „Er will es von Grund auf sanieren – und so, dass es von den Nebenkosten tragbar ist“, sagt Tim Jonietz. Die Renovierung werde bis November dauern. „Dann lohnt es sich für uns nicht, noch vor Weihnachten zu eröffnen“, sagt Tim Jonietz. Der neue Laden soll deshalb erst am 1. Februar aufmachen.

Das sagen Stadt und Kaufleute

„Wir freuen uns über jeden neuen Player, der Leben in die Fußgängerzone bringt und die Aufenthaltsqualität erhöht“, sagt André Kreisz, der Vorsitzende des Kaufmännischen Vereins in Frankenberg, über den Umzug von Elektro Jonietz. Es sei gut, dass der neue Mieter „keine Eintagsfliege, sondern ein gestandenes Unternehmen“, sei, so Kreisz. Und er freue sich, dass Jonietz zukünftig aktiver in die Aktivitäten in der Fußgängerzone, vor allem die Stadtfeste, eingebunden werden könne. 

Auch die Stadt sei froh, „dass wir für diesen Leerstand wieder jemanden haben“, sagt Bürgermeister Rüdiger Heß. Die Stadt versuche derzeit, über das Förderprogramm „Aktive Kernbereiche“ finanzielle Anreize zu schaffen, um Leerstände zu beseitigen. „Wir wollen das fördern, müssen es aber noch mit Wiesbaden abstimmen. Wir hoffen, dass wir das bald präsentieren können“, sagt Heß. Und er bat um Verständnis, dass es Zeit brauche, bis Leerstände, die über Jahre entstanden seien, beseitigt seien. „Wir sind dankbar für jeden, der kommt.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Frankenberg (Eder)
Kommentare zu diesem Artikel