Folklore-Festival fand im Juli 2019 statt

Eindrücke der Europeade in Frankenberg bleiben im Gedächtnis

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Die Arena auf der Wehrweide, hier ein Foto vom Europeade-Eröffnungsabend, hat Aufmerksamkeit erzeugt. Ein Veranstalter will dort vielleicht 2021 ein Großereignis veranstalten.

Was ist eigentlich aus der tollen Stimmung der Europeade geworden, die im Juli in Frankenberg gefeiert wurde? Wir haben mal nachgefragt.

Die Europeade im Juli war das Ereignis 2019 in Frankenberg. Fünf Tage befand sich die Stadt in einem traumhaften Ausnahmezustand – verzaubert von den 211 Folkloregruppen mit rund 5000 Teilnehmern aus 23 Ländern. Welche Nachklänge und welche Nachwirkungen das Fest, hat, erläutert auf HNA-Anfrage Florian Held, Pressesprecher der Stadt.

Viel Lob

„Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung, von Teilnehmenden, von Seiten der Politik, aus der Stadtverwaltung, vom Internationalen Europeade- Komitee und von auswärtigen Gästen sind ausnahmslos positiv bis euphorisch und voll des Lobes gewesen. Auch heute kommen noch Reaktionen aus der Bevölkerung“, sagt Held. Sinnbildlich stehe dafür die oft gestellte Frage: „Wann kommt die Europeade wieder nach Frankenberg?“

Mini-Europeade

Ein solcher Termin steht natürlich noch nicht im Raum. Aber. „In Verbindung mit dem Internationalen Komitee könnte man, wie 2017, erneut eine Mini-Europeade in Frankenberg durchführen – auf Wunsch eventuell auch regelmäßig“, sagt der Pressesprecher.

Gruppe aus Lettland: Einen schwungvollen Tanz zeigt hier die Gruppe Dziparins auf der Bühne vorm Landratsamt.

Werbeeffekt

Frankenberg hat sich laut Held als weltoffene Stadt präsentiert, mit der Europeade als heimliche Kulturhauptstadt, und könne den Schwung und das positive Image für zukünftige Werbung mitnehmen. Insbesondere die Arena hat über die Grenzen Frankenbergs hinaus Aufmerksamkeit erzeugt; die erste Anfrage eines Veranstalters für eine Großveranstaltung auf der Wehrweide 2021 liege bereits vor.

Europeade-Fahrt 2020

Weil die bewegenden Eindrücke der Europeade 2019 vielen Menschen in der Region nachhaltig im Gedächtnis sind und viele auch einmal eine Europeade in einem anderen europäischen Land erleben wollen, plant das Busunternehmen Trümner-Reisen aus Gemünden zusammen mit der Stadt Frankenberg eine Reise zum nächsten Europeade-Festival in Litauen (siehe Hintergrund unten). 

Die Europeade in Klaipeda findet vom 5. bis 9. August statt, die Busreise ist vom 3. bis 12. August geplant. „Die Idee ist durch das große Interesse aus der Bevölkerung entstanden“, sagt Jörg Näther von der Stadt Frankenberg.

Bildband

Anfang 2020 wird die Stadt nach Informationen des Pressesprechers einen Bildband zur Europeade mit einer Fotosammlung, zur Erinnerung und Dokumentation eines einmaligen Festivals in Frankenberg. Geplant sind 100 Seite mit 150 Fotos. Die Kosten werden bei zirka 10 Euro liegen.

Klimaschutz

Die Stadt Frankenberg kompensiere, wie angekündigt, im Rahmen der klimafreundlichen Veranstaltungskonzeption einen Teil der nicht vermeidbaren Treibhausemissionen. „Als ausgleichende und CO2-mindernde Maßnahme investiert die Stadt regional – vor allem in die Pflege und Entwicklung der Moore im Burgwald. 

Diese sind große Kohlenstoffspeicher. Dazu werde es im kommenden Jahr weitere Informationen geben.

Hintergrund: Fahrt nach Klaipeda

„Wir zeigen den Menschen einen Teil von Europa“, sagt Klaus England von Trümner-Reisen über die geplante Fahrt zur Europeade 2020 in Klaipeda. Für die Anreise ins Baltikum sind Aufenthalte in den polnischen Städten Stettin und Danzig vorgesehen, für den Aufenthalt in Klaipeda sind unter anderem eine Stadtführung und ein Ausflug auf die Kurische Nehrung geplant. Klaipeda ist das frühere deutsche Memel und heute eine der meistbesuchten Städte Litauens. 

Höhepunkte auf dem Programm

Für die Reisenden stehen in Klaipeda auch die Europeade-Höhepunkte auf dem Programm: Eröffnungsfeier am Donnerstag, Bummel durch die Stadt mit den Straßenauftritten der Tänzer, Musiker und Sänger am Freitag, Europeade-Ball am Samstag, und Abschlussgala am Sonntag. Auf der Rückreise wird es noch Stationen und Übernachtungen in Bialystok und Posen geben, teilt Trümner-Reisen mit. Der Reisepreis beträgt pro Person 989 Euro, die Mindestzahl an Teilnehmern ist 35 Personen.

Kontakt: Trümner-Reisen, Tel. 06453/7166, truemner-reisen.de

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