Gesellschaftspolitisches Engagement

Landfrauen-Präsidentin Scherb will Nachwuchs werben

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Brigitte Scherb

Frankenberg. Zur Feier des 60-jährigen Bestehens des Landfrauen-Bezirksvereins Frankenberg kommt die Vorsitzende des Deutschen Landfrauenverbands am kommenden Mittwoch nach Frankenberg. Wir sprachen mit ihr über die Zukunft der Landfrauen-Bewegung.

Frau Scherb, der Deutsche Landfrauenverband hat mehr als 500 000 Mitglieder. Sind Sie die mächtigste Frau Deutschlands – nicht die Bundeskanzlerin?

Brigitte Scherb: (lacht) Die CDU hat weniger Mitglieder als die Landfrauen und in der CDU sind ja auch viele Männer.

Geht es Ihnen um Macht in Ihrer Position als Vorsitzende?

Scherb: Nein, überhaupt nicht. Es ist ein Ehrenamt. Ich möchte ein Bewusstsein wecken für die Interessen von Frauen auf dem Land. Die Anliegen haben sich enorm gewandelt: von der Bäuerin, die sich auf dem Hof um Kinder, Küche und Kuhstall kümmerte, hin zur selbstbewussten Frau, die einem eigenen Beruf nachgeht. Oder, wenn sie auf dem Hof bleibt, auch als gleichberechtigte Partnerin mitbestimmt.

Ihr Vortrag in Frankenberg hat den Titel „Frauen mit Wurzeln und Flügeln“. Um was soll es gehen?

Scherb: Wir Landfrauen wollen alte Traditionen pflegen und uns gleichzeitig aktuellen gesellschaftlichen Themen widmen.

Was meinen Sie mit Traditionen?

Scherb: Zu den Traditionen gehört durchaus Brauchtumspflege wie das Binden von Erntekronen. Gerade in den neuen Bundesländern, wo dies über Jahrzehnte nicht ausgeübt wurde, blühen solche Aktivitäten. Wichtig sind aber auch die traditionellen Werte der Landfrauen, wie der Gemeinsinn und ihr Einsatz füreinander und für die Entwicklung unserer ländlichen Regionen.

Und was meinen Sie mit Flügeln?

Scherb: Genau diese Werte sind auch heute wichtig. Sie sind die Basis. Wir sollten aber auch neue Themen in Angriff nehmen, wie Versorgung von Frauen im Alter, Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Themen, die die Infrastruktur auf dem Land betreffen, wie die Versorgung mit Ärzten und Kindergärten.

Das komplette Interview lesen Sie in der gedruckten Samstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

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