Frankenberg

Frankenberg ist ein „lebenswerter Wohnort“

- Frankenberg (mba). Warum ziehen Menschen aus Frankenberg fort? Und warum ziehen andere her? Diesen Fragen ging die Hessen-Agentur im Auftrag der Stadt Frankenberg nach.

Die überwiegende Zahl der Menschen, die aus Frankenberg fortzogen, lebte gern in der Ederstadt. Und mehr als die Hälfte der Ex-Frankenberger kann sich vorstellen, später wieder dort zu leben – zumindest ist das die Meinung derjenigen, die einen Fragebogen des Familienbüros beantworteten. Frankenberg werde als lebenswerter und familienfreundlicher Wohnort gesehen, sowohl von Menschen, die hierher gezogen sind, als auch von denen, die fortzogen – so lautete das Fazit von Geograph Björn Schippers von der Hessen-Agentur, der die Fragebögen auswertete. Die Agentur untersuchte im Auftrag der Stadt auch das Wanderungsgeschehen in Frankenberg und präsentierte die Ergebnisse gestern im Stadthaus. Im Zeitraum von 2006 bis 2008 zogen insgesamt 2710 Menschen aus Frankenberg fort und lediglich 2403 verlegten ihren Wohnsitz in die Ederstadt - der „Wanderungssaldo“ in diesen Jahren war also negativ: minus 307 Menschen. Bis ins Jahr 2007 verzeichnete die Stadt laut Schippers noch einen positiven „Wanderungssaldo“ im Vergleich zu 2000: Mehr Menschen kamen her als fortzogen. Bis 2005 habe die Stadt im Gegensatz zum Landkreis und der Region Nordhessen durch Zuwanderung sogar stark an Bevölkerung gewonnen. 2008 war dies – im Vergleich zu den Zahlen von 2000 – erstmals anders. Dennoch sei die Entwicklung weiterhin positiver als im Landkreis und in Nordhessen. Bürgermeister Christian Engelhardt wollte auch die Gründe wissen, warum Menschen ihr Zuhause in Frankenberg aufgaben und welche Meinung sie über ihre ehemalige Heimatstadt haben. Ebenso interessierte ihn, was die zugezogenen Frankenberger in die Stadt „gelockt“ hat. Um etwas über die Motive der Fort- und Zuzügler zu erfahren, bat das Familienbüro im Zeitraum von September 2008 bis Januar 2010 alle Neuankömmlinge, den Fragebogen auszufüllen. Dieser wurde auch den Fortgezogenen zugeschickt. Gefragt wurde nach der Haushaltsgröße und den konkreten Gründen des Umzugs. Außerdem wurden die Menschen um eine Bewertung der Stadt gebeten. Demnach ziehen überwiegend jüngere Menschen unter 45 Jahren um – sowohl in die Stadt als auch von dort weg. Unter den „Wanderern“ überwiegen deutlich die Ein-Personen-Haushalte. Die beiden Hauptgründe für einen Wohnortwechsel, die genannt wurden, sind sowohl bei Fort- wie bei Zuzüglern Partnerschaft und Beruf. Fast 90 Prozent der Fortgezogenen gaben an, gern in Frankenberg gelebt zu haben, 63 können sich vorstellen wiederzukommen. Hinsichtlich der Aspekte Familienfreundlichkeit, Einzelhandel, Infrastruktur, Freizeitangebote und Wohnungsmarkt bewerteten die Befragten die Stadt überwiegend positiv.

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