Badeunfall von Ärzten ausgeschlossen

Medizinischer Notfall in Frankenberg: Mann stirbt im Freibad

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Rettungswagen: Der Notarzt, der ins Frankenberger Freibad geeilt war, konnte nichts mehr für den Mann tun.

Frankenberg. Im Freibad in Frankenberg ist am Sonntagnachmittag ein Mann mittleren Alters aus der Großgemeinde Burgwald gestorben.

Nach Angaben von Karl-Heinz Schleiter, dem Chef der für das Schwimmbad zuständigen Stadtwerke Frankenberg, handelte es sich bei dem Todesfall nicht um einen Badeunfall - bei dem Vorfall habe es sich vielmehr um einen medizinischen Notfall gehandelt. Nach HNA-Informationen soll sich der Mann wegen gesundheitlicher Probleme bereits im Vorfeld seines Schwimmbadbesuches in ärztlicher Behandlung befunden haben. Für die kommenden Tage soll für ihn ein Arzttermin auf dem Kalender gestanden haben.

Das genaue Alter des Mannes wurde nicht genannt, vom alarmierten Notarzt wurden wegen der ärztlichen Schweigepflicht auch keine Angaben über die konkrete Todesursache gemacht. Ein Badeunfall wurde von ärztlicher Seite aber ausgeschlossen.

Der medizinische Notfall im Freibad soll offensichtlich durch Herzprobleme entstanden sein. Das wurde von Badegästen berichtet. Die Polizei war nicht vor Ort. Zum Zeitpunkt des Todesfalls gegen 14 Uhr waren rund 400 Badegäste im Freibad.

Laut Stadtwerke-Chef Schleiter befand sich der Mann am Nachmittag zusammen mit seiner Ehefrau im Schwimmerbecken. Dort muss er plötzlich einen Schwächeanfall erlitten haben. Die Frau packte ihren Mann noch an die Hand und bugsierte ihn zum Beckenrand. Dort nahm der sofort herbeigeeilte Schwimmmeister, der laut Schleiter auch über die entsprechende Ausbildung verfügt, Wiederbelebungsmaßnahmen vor.

Auch der Notarzt wurde alarmiert und war sofort zur Stelle. Alle Rettungsversuche blieben jedoch erfolglos. Der Mann verstarb noch im Schwimmbad.

Das Schwimmerbecken war während der Rettungsmaßnahmen der alarmierten Notärztin und der Rettungssanitäter vollständig gesperrt, erst gegen 16 Uhr wurde es von der Schwimmbadleitung wieder freigegeben. Auch eine Notfallseelsorgerin war vor Ort. (mjx)

Quelle: HNA

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